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Katholische KircheMissbrauch-Beirat fordert Stopp des Verfahrens zur Anerkennung des Leids von Opfern sexualisierter Gewalt

Presse-Mikrofone stehen unscharf abgelichtet vor dem Logo der Deutschen Bischofskonferenz  (picture alliance / dpa | Uwe Zucchi)
Am Monag beginnt die Herbstvollversammlung der katholischen deutschen Bischöfe. (Archivbild) (picture alliance / dpa | Uwe Zucchi)

Der Betroffenenbeirat der Bischofskonferenz fordert einem Medienbericht zufolge das bisherige Verfahren zur Anerkennung des Leids von Opfern sexualisierter Gewalt zu stoppen und zu reformieren.

Das berichtet die Zeitschrift "Publik-Forum" unter Berufung auf einen Brief, den der Beirat an die 27 Diözesanbischöfe und die Generalsekretärin der Bischofskonferenz, Gilles, gerichtet habe. Darin heiße es, das Verfahren führe zu vielen Retraumatisierungen bis hin zu Krankenhausaufenthalten. Das Anerkennungssystem lasse in erheblichem Maße Transparenz und damit Nachvollziehbarkeit vermissen. Viele Bescheide fielen für die Beteiligten unverständlich und unangemessen gering aus. Das Ziel, Verantwortung durch angemessene materielle Anerkennung zu übernehmen, werde derzeit konterkariert.

Auf der Herbstversammlung vor einem Jahr hatten sich die Bischöfe auf ein Verfahren verständigt, um bis zu 50.000 Euro an Missbrauchsbetroffene zu zahlen. Im Juni hieß es, von mehr als 1.100 Anträgen seien 142 entschieden worden. - Morgen beginnt die Herbstvollversammlung der katholischen deutschen Bischöfe.

Diese Nachricht wurde am 19.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.