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StartseiteVerbrauchertippSicher Radfahren mit Lastenrad oder Anhänger27.11.2018

Kinder an BordSicher Radfahren mit Lastenrad oder Anhänger

Immer mehr Menschen sind hierzulande vor allem in Großstädten mit dem Rad unterwegs. Werden junge Paare Eltern, dann wollen viele ihr Baby auch mitnehmen. Beim Kauf eines Lastenfahrrads oder eines Fahrradanhängers ist aber auf einiges zu achten.

Von Margret Bielenberg

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Diese Kinder genießen es, mit dem Lastenrad durch die Gegend gefahren zu werden.  (imago)
Diese Kinder genießen es, mit dem Lastenrad durch die Gegend gefahren zu werden. (imago)
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Mareike Timm und ihr Mann waren schon immer oft mit dem Rad unterwegs. Jetzt fährt auch ihre sieben Monate alte Tochter Hanna mit. Im Fahrradanhänger.

"Ich glaube mit zwölf Wochen haben wir sie das erste Mal reingesetzt und sie fand das sofort prima. Ist für uns sehr praktisch."

Denn so richtig mag die kleine Hanna das Autofahren ohnehin nicht. Viel Platz braucht ein Anhänger nicht, denn er ist faltbar. Viele Modelle lassen sich auch zum Kinderwagen umbauen. Und außerdem kann man so einen Fahrradanhänger problemlos an- und abkuppeln.

"Der eine bringt sie in die Kita, Anhänger bleibt da und der andere holt sie ab und nimmt halt den Anhänger wieder mit."

Lastenfahrrad - auch für Babys geeignet

Außer in einem Fahrradanhänger, lassen sich Babys auch in einem Lastenfahrrad transportieren, sagt Johanna Drescher vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub in Hamburg.

"Es ist in beiden Fällen so, dass die Kinder liegend transportiert werden. Das heißt, im Lastenrad gibt es dann Vorrichtungen, dass man diesen Autokindersitz da richtig festmachen kann und im Anhänger ist es entweder auch so - mit dem Autokindersitz oder mit so einer Hängematte. Bei beiden Varianten kommt es darauf an, dass das gut gefedert ist, weil die Babys noch nicht so viel Muskulatur haben."

Deshalb sollte man einem Baby auch keinen Helm aufsetzen. Denn dafür ist die Halsmuskulatur noch nicht stark genug. Eltern müssen aber keine Sorge haben, dass ihr Baby bei einem eventuellen Fahrradunfall herausfällt und sich den Kopf stößt.

Modelle für bis zu sechs Kindern

Das Lastenrad hat feste Wände und im Fahrradanhänger ist ein Überrollbügel. Außerdem sind die Kinder in der Babyschale oder in der Hängematte angeschnallt. In den Fahrradanhänger passen maximal zwei Kinder. Ein Lastenrad kann mehr transportieren.

"Beim Lastenfahrrad kommt es auf den Typ und die Zulassung an bis wie viel das Fahrrad insgesamt beladen werden kann. Da gibt es auch Modelle da können sie sechs Kinder reinsetzen."

Grundsätzlich gibt es Lastenrad-Modelle mit zwei oder drei Rädern. Drescher empfiehlt, im Fachhandel zu kaufen und sich dort vorher beraten zu lassen.

"Das sind dann wirklich, haben wir gemerkt, Detailfragen: Passt der Hänger um die Ecke, welche Babyschale habe ich eigentlich schon? Passt die zu der Befestigungsart, die in dem Lastenrad mitgeliefert wird?"

Mit 400, 500 Euro gut dabei

Mareike Timm fährt mit Baby Hanna auch in der dunklen und ungemütlichen Jahreszeit zur Kita oder zum Einkaufen.

"Wir ziehen uns dann Regenklamotten an, und sie mag das auch ganz gern, wenn es regnet, dann ist das schön lautes Rauschen. Sie schläft gleich ein."

Das Kind ist warm eingepackt und das Verdeck des Anhängers wasserdicht und windgeschützt. Nur beim Licht mussten sie nachrüsten und eine Leuchte hinten an den Anhänger anbringen, weil der das Licht am Fahrrad verdeckt hat. Ob man sich für einen Fahrradanhänger oder ein Lastenrad entscheidet, hängt von den jeweiligen Bedürfnissen und den finanziellen Möglichkeiten ab. Ein guter, sicherer Anhänger ist durchaus bezahlbar, sagt Johanna Drescher.

"Mit 400, 500 Euro ist man da gut dabei. Beim Lastenfahrrad muss man sich immer überlegen: soll das mit Elektromotor sein - ohne? Mit Elektromotor sind es dann schon 2000 Euro aufwärts. Aber es ist auch eine vielfältigere Einsatzweise, damit kann ich ja auch fünf Farbeimer im Baumarkt holen."

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