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KindergeldAnstieg ausländischer Empfänger, Seestern-Pauly fordert europäisches Melderegister

Matthias Seestern-Pauly, FDP (Bundestag)
Kindergeld: Viele aus der FDP wollen Reformen (Bundestag)

Die Zahl ausländischer Kindergeldempfänger ist nach Angaben der Bundesregierung angestiegen.

Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, im Juni sei die Leistung für mehr als 268.000 Kinder gezahlt worden, die im EU-Ausland oder im Europäischen Wirtschaftsraum lebten. Das sind über zehn Prozent mehr als Ende 2017. Demnach nahm vor allem die Zahl von Empfängern aus Osteuropa zu. Nach Informationen der Bundesagentur für Arbeit gebe es auch Hinweise auf einzelne Betrugsfälle, beispielsweise mit Geburtsurkunden für nicht existierende Kinder.

Der FDP-Sozialpolitiker Seestern-Pauly sagte im Deutschlandfunk, er sehe bei der Bundesregierung keine wirklichen Initiativen, das Problem anzugehen. Sie führe vielmehr einen Eiertanz auf. Um Missbrauch zu vermeiden und Gerechtigkeit herzustellen sei ein europäisches Melderegister notwendig, sowie eine bessere Vernetzung der Familienkassen und stichprobenartige Überprüfungen der Kindergeldempfänger.