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StartseiteJazzFactsKammerjazz, groß gedacht02.01.2020

Klarinettistin und Komponistin Rebecca TrescherKammerjazz, groß gedacht

Mit ihren großen Ensembles kreiert die Klarinettistin und Komponistin Rebecca Trescher fast schon sinfonische Texturen. Gleichzeitig bewahrt sie die Intimität und Flexibilität einer kleinen Jazzcombo: Musik mit breiter Klangpalette, aber ohne allen Bombast.

Von Thomas Loewner

Rebecca Trescher sitzt am Schreibtisch vor einer Komposition (Cris Civitillo)
Sieht sich in erster Linie als Komponistin: die Nürnberger Musikerin Rebecca Trescher (Cris Civitillo)

Noch während ihres Studiums an der Hochschule für Musik in Nürnberg stellte Rebecca Trescher ihr Ensemble 11 zusammen. Der Großformation gehörten sowohl Musiker mit klassischem Hintergrund als auch solche mit klarer Jazzausrichtung an. Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich auch Treschers Kompositionen. Ergänzt werden sie durch Elemente aus Rock und Pop: Detailliert ausgearbeitete Strukturen und ein hohes Maß an Sensibilität für Melodie und Tongebung treffen in Treschers Musik auf Groove und spannende Improvisationen. Im Rahmen einer eigenen Konzertreihe in Nürnberg hatte Rebecca Trescher über einen Zeitraum von mehreren Monaten Gelegenheit, die vielen Nuancen dieser Besetzung auszuloten und auch interdisziplinär zu arbeiten. So entstanden eine Stummfilmmusikproduktion und Kooperationen mit Künstlerinnen aus Tanz, Malerei, Literatur und Videoperformance. Treschers Erfahrungen dieser Zeit sind nun in die Arbeit mit ihrem aktuellen Large Ensemble eingeflossen.

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