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StartseiteAtelier neuer MusikTranszendenz in Klang und Zeit29.11.2014

Klaus Huber zum 90. GeburtstagTranszendenz in Klang und Zeit

Das Komponieren ist für ihn immer auch mit dem Transport einer Botschaft verbunden, oft auch als Form des Aufbegehrens gegen Leid, Ungerechtigkeit, Gleichgültigkeit gegenüber anderen Kulturen sowie politische und humanitäre Missstände in der Welt und Leid - und das schon seit vielen Jahrzehnten. Am 30. November 2014 feiert Klaus Huber seinen 90. Geburtstag.

Von Barbara Eckle

Blick auf Dächer von Bern und das Münster der Stadt (picture-alliance/ dpa / Thomas Eisenhuth)
Geburtsstadt von Klaus Huber: Bern (picture-alliance/ dpa / Thomas Eisenhuth)

"Ich kann mir keine Musik ohne Transzendenz vorstellen", bekennt der 1924 in Bern geborene und im christlichen Glauben verwurzelte Schweizer Komponist Klaus Huber, dem sozialkritische Themen in seinen Werken stets ein wichtiges Anliegen war. Geistige Verbündete fand er in Dichtern und Denkern wie Ossip Mandelstam, Jacques Derrida, Ernesto Cardenal oder auch im Palästinenser Mahmoud Darwish, auf dessen großes Poem "Belagerungszustand" Huber sein Werk "Die Seele muss vom Reittier steigen ..." komponiert hat. In der Dritteltönigkeit und den arabischen Maqamats, die er darin verwendet, treffen nicht nur zwei Kulturen, sondern auch Gegenwart und Vergangenheit aufeinander und münden schließlich eine Transzendenz des Zeitlichen.

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