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StartseiteMusik-PanoramaFuge, Studien und Choräle25.02.2019

Klavier zu vier HändenFuge, Studien und Choräle

Spielerische Experimente, Stimmungsbilder und Beethovens „große Fuge“: Das Duo Izabella Simon und Dénes Várjon begeisterte das Publikum beim Beethovenfest Bonn an zwei Flügeln und zu vier Händen mit einem bemerkenswerten Programm.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Izabella Simon und Dénes Várjon posieren an einem Flügel vor einer vertäfelten Wand (Pilvax Studio)
Erst Ehepaar, dann auch Klavierduo: Izabella Simon und Dénes Várjon. (Pilvax Studio)

Beethovenfest Bonn 2018

Robert Schumann/Claude Debussy
Sechs Studien in kanonischer Form für den Pedalflügel, op. 56 (in der Bearbeitung für vierhändiges Klavier)

Claude Debussy
"En blanc et noir" für zwei Klaviere

Béla Bártok
Sieben Stücke aus "Mikrokosmos" für zwei Klaviere, Sz 108

György Kurtág
Sechs Stücke aus "Játékok" ("Spiele")
sowie Bearbeitungen von Werken Johann Sebastian Bachs für Klavier zu vier Händen

Ludwig van Beethoven
Große Fuge B-Dur, op. 134 für Klavier zu vier Händen

Izabella Simon und Dénes Várjon, Klavier

Aufnahme vom 16.9.2018 im Steigenberger Grandhotel, Petersberg

Tastenspielereien - als solche sah der ungarische Komponist Béla Bártok nicht nur die Stücke "Für Kinder" an, sondern auch die Sammlung "Mikrokosmos". Spielerisch experimentell erforscht sein Landsmann György Kurtág im immer noch wachsenden Zyklus "Játékok" die Ausdrucksmöglichkeiten des Klaviers. Die versuchte Robert Schumann durch die eigenartige Konstruktion des Pedalflügels zu erweitern und schrieb dafür seine Studien op. 56. Claude Debussy, der Schumanns Studien für vierhändiges Klavier bearbeitete, zeichnete in seinem Zyklus "En blanc et noir" für zwei Klaviere Stimmungsbilder, die vom Ersten Weltkrieg beeinflusst sind. Für Kopfschütteln bei den Zeitgenossen sorgte Beethovens "Große Fuge", ursprünglich als Finale des letzten Streichquartetts gedacht; doch ihm war dieses Werk so wichtig, dass er es selbst für Klavier zu vier Händen arrangierte.

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