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StartseiteMusik-PanoramaPersönlicher Blick14.10.2019

Klavierwerke von RachmaninowPersönlicher Blick

Michael Korstick spielt auf seiner neuen CD kein einziges Werk von Rachmaninow in der zuletzt erstellten Fassung letzter Hand. In den Corelli-Variationen lässt der Pianist zum Beispiel die 13. aus. Korstick beruft sich hierbei auf den russischen Klaviervirtuosen Rachmaninow selbst.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

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Michael Korstick, HUK-Foyer Coburg, spielt a, Klavier. (Jochen Berger)
Sein Repertoire lässt an Vielfalt kaum Wünsche offen: Der Pianist Michael Korstick spielt sowohl Kompositionen aller Musikepochen als auch bekannte und selten gespielte Werke. (Jochen Berger)
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Rachmaninows Corelli-Variationen Versonnen bis vertrackt

Die einen schätzen ihn, die anderen lehnen ihn ab: Bis heute polarisiert das Werk des russischen Komponisten Sergej Rachmaninow. Zu Lebzeiten als brillanter Virtuose in aller Welt gefeiert, fand Rachmaninow als Komponist in den USA, wohin er nach der russischen Oktober-Revolution 1917 geflüchtet war, kaum Anerkennung. Aber auch in Europa wurden seine Werke abgelehnt: Richard Strauss beispielsweise nannte sie "gefühlvolle Jauche". Das lässt der Pianist Michael Korstick so nicht gelten: Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Rachmaninows Klavierwerk. Dessen Variationen über ein Thema von Corelli, mit denen der Komponist eine viele Jahre andauernde Schreibblockade überwand, spielte Korstick im Februar 2018 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal ein. Diese Aufnahme ist zusammen mit Rachmaninows zweiter Klaviersonate und dem dritten Klavierkonzert vor wenigen Monaten beim Label Oehms Classics erschienen.

Sergej Rachmaninow
Sonate Nr. 2 b-Moll op. 36 für Klavier
Variationen über ein Thema von Corelli op. 42 für Klavier
Konzert Nr. 3 d-Moll op. 30 für Klavier und Orchester

Michael Korstick, Klavier
Janácek Philharmonic Ostrava
Ltg.: Dmitry Liss

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