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KlimaMobilitätsforscher plädiert für Reduzierung von Flügen

Ein Flugzeug Rumpf vor grauem Himmel. (Unsplash / Steve Halama)
Aus klimapolitischer Sicht wird zu viel, zu oft und zu lange geflogen, meint der Mobilitätsforscher Andreas Knie. (Unsplash / Steve Halama)

Der Mobilitätsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin hat die niedrigen Ticketpreise einiger Fluglinien scharf kritisiert.

Wenn das Taxi zum Flughafen mehr koste als der Flug selbst, sei etwas aus der Balance, sagte Knie im Deutschlandfunk. Ryanair habe sein angelsächsisches Tarifmodell, bei dem die Piloten vielfach als selbstständige Unternehmer geführt würden, auch auf Deutschland übertragen. Ob man dieses Modell wolle oder einen Tarifvertrag, sei aber eine privatwirtschaftliche Auseinandersetzung.

Auch aus klimapolitischer Sicht seien Flugtickets skandalös billig. Das führe dazu, dass viel zu viel, zu oft und zu lange geflogen werde. Es sei deshalb denkbar, Inlandsflüge generell zu streichen und die Anzahl der Flugverbindungen pro Person zu deckeln. Zumindest müsse man eine CO2-Abgabe und die Mehrwertsteuer auf Flüge erheben, sagte Knie.