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KlimaMobilitätsforscher plädiert für Reduzierung von Flügen

Ein Flugzeug hinterlässt Kondensstreifen vor einem blauen und wolkenlosen Himmel. (picture-alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)
Aus klimapolitischer Sicht wird zu viel, zu oft und zu lange geflogen, meint der Mobilitätsforscher Andreas Knie. (picture-alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

Der Mobilitätsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin hat eine deutliche Reduzierung von Flugverbindungen zum Schutz des Klimas gefordert.

Es werde viel zu viel, zu oft und zu lange geflogen, sagte Knie im Deutschlandfunk. Das liege an den skandalös billigen Flugtickets, auf die in Deutschland keine CO2-Abgabe und in vielen Fällen auch keine Mehrwertsteuer erhoben werde. Neben einer Anhebung der Ticketpreise plädiere er dafür, Inlandsflüge generell zu streichen und die Anzahl der Flugverbindungen pro Person zu deckeln.

Knie äußerte zudem Verständnis für die Pilotenstreiks bei Ryanair. Der Billigfluganbieter schneide sich mit den schlechten Arbeitsbedingungen ins eigene Fleisch. Das mache auch die Kunden misstrauisch, vermute er.

In fünf europäischen Ländern haben heute die Ryanair-Piloten die Arbeit niederlegt. Insgesamt fallen deshalb rund 400 Flüge aus, davon 250 in Deutschland. Ein Chaos an den Flughäfen ist aber bislang ausgeblieben.