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StartseiteVerbrauchertippWie die Luft im Auto frisch bleibt24.07.2018

Klimaanlagen und mehrWie die Luft im Auto frisch bleibt

In der Sommerhitze macht Autofahren nur dann Spaß, wenn der Innenraum des Fahrzeugs angenehm temperiert ist. Bei Neuwagen gehören Klimaanlagen daher zum Standard. Doch auch bestimmte Extras können für gute Luft hinter dem Lenkrad sorgen.

Von Thomas Wagner

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Autos stehen auf der Autobahn 8 in Bayern im Stau. (dpa / Matthias Balk)
Im Sommer kann die Autofahrt in die Ferien zur Tortur werden (dpa / Matthias Balk)
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Ein Traum-Sommer - schon wieder knapp 30 Grad. Ein Autofahrer vom Bodensee: "Grade, wenn es in Richtung Urlaub geht oder so, dann find' ich das schon wichtig, die Klimaanlage im Auto, wenn's heiß ist."

Allerdings: Auf die richtige Nutzung kommt es an. Bei nahezu allen Anlagen lässt sich die Temperatur regeln. Und die sollte man, selbst bei glühender Hitze draußen, nicht zu niedrig wählen.

Erkältungsgefahr!

"Meine Kollegin hat sich erkältet letzte Woche durch die Klimaanlage. Erkältung, Schnupfen - das ist normal", sagt der Autofahrer.

Wenn die Anlage zu stark kühlt. Jeder, so die Fachleute, muss für sich selbst herausfinden, welche Temperaturen er verträgt und welche nicht. Gleich ganz ohne Klimaanlage fahren ist allerdings, entgegen weit verbreiter Meinung, keineswegs gesünder.

Nicht umsonst heißt "Klimaanlage" auf Englisch: "Air-Condition. Sie beeinflussen die Luft sogar. Und das heißt: Eine kalte Luft hat wesentlich weniger Feuchtigkeit und enthält damit wesentlich weniger Schadstoffe. Das heißt. Beim Herabkühlen werden einfach schon wesentlich weniger Schadstoffe herausgezogen", erklärt Vincenzo Lucà vom TÜV Süd in München.

Große Unterschiede bei den Modellen

Gehören Klimaanlagen bei Neuwagen zum Standard, so gibt es für ältere Modelle Nachrüst-Anlagen. Die Bauteile selbst sind vergleichsweise günstig und kosten gerade einmal zwischen 150 und 300 Euro pro Anlage. Allerdings: Der Einbau in ältere Fahrzeuge und die Integration in die Bordcomputer ist meist kompliziert. Deshalb kostet die Installation häufig 1.000 Euro und mehr.

Klimaanlage ist ohnehin nicht gleich Klimaanlage, weiß Andreas Hölzel vom ADAC: "Die meisten haben eine Klimaautomatik heutzutage drin. Es gibt aber auch manuelle Anlagen."

Während sich bei der Automatik die Temperatur stufenlos regeln lässt, kann der Fahrer bei manuellen Anlagen nur ein- und ausschalten - in der Regel ohne Temperaturwahl. Deshalb rät Andreas Hölzel eher zu vollautomatische Klimatisierung. Allerdings: "Vollautomatische Klimaanlagen sind auch am Teuersten."

Pollenfilter sorgen für reinere Luft

Neben den klassischen Klimaanlagen sorgen spezielle Pollenfilter für reinere Luft im Auto. Die Filter gibt es bereits ab zehn Euro auf dem Markt, und können auch als Nachrüstsatz bestellt werden. ADAC-Fachmann Andreas Hölzel: "Pollenfilter sind natürlich eine ganz nützliche Sache, insbesondere für Allergiker ist das eine ganz wichtige Sache oder für Menschen mit Atemwegserkrankungen. Zudem ist der Pollenfilter in der Lage, bestimmte Gase, zum Beispiel Stickoxide, vom Innenraum des Fahrzeugs fernzuhalten."

Wer auf Pollen allergisch reagiert, sollte auf jeden Fall einen Pollenfilter im Auto in Erwägung ziehen. Doch Vorsicht! Wenn der  Pollenfilter verstopft ist,  kann es gefährlich werden - und zwar nicht nur für Allergiker. "Also abgesehen davon, dass weniger Luft in den Innenraum kommt - das merken Sie, wenn es regnet; dann beschlägt Ihre Scheibe sofort - , ist es so, dass sich auf diese zugesetzten Filtern Schimmel und Sporen bilden kann."

Was zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Deshalb rät Vincenzo Lucà vom TÜV Süd zu einer genauen Einhaltung der Wartungszyklen: "Dazu sollte man sein eigenes Handbuch konsultieren: In der Regel sind das alle 15.000 Kilometer oder ein Jahr."

Eher als Luxus-Ausstattung gelten schließlich spezielle Beduftungs-Anlagen im Auto - für all diejenigen, die sich nicht nur reine, sondern auch noch wohlriechende Luft hinterm Lenkrad wünschen: "Es  gibt viele Parfümeure, die da mitspielen. Wenn man's haben will - ok. Aber es hat eigentlich keinen besonderen Nutzen."

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