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KlimakriseFDP-Politiker Graf Lambsdorff wirft WDR Wahlkampfhilfe für die Grünen vor

Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff gibt zu Beginn der Sitzung der FDP-Bundestagsfraktion ein Pressestatement. (picture alliance/dpa/Kay Nietfeld)
Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff (picture alliance/dpa/Kay Nietfeld)

Der FDP-Außenpolitiker Graf Lambsdorff hat dem WDR vorgeworfen, vor der Bundestagswahl mit seinem neuen Instagram-Kanal zur Klimakrise Wahlkampfhilfe für die Grünen zu betreiben.

Auf Twitter fragte Lambsdorff, wo die entsprechenden Angebote zur Krise der Wirtschaft, der Bildung und Digitalisierung seien. Lambsdorff reagierte damit auf einen Tweet der ARD-Pressestelle, die das neue Angebot bewarb. Der FDP-Politiker warf den Journalisten Aktivismus vor und verlangte mehr "gebotene" Distanz. Auch der stellvertretende CSU-Generalsekretär Hahn bezeichnete den WDR-Instagram-Kanal "Klima.Neutral" als Wahlkampfunterstützung. Beide Politiker konkretisierten ihre Vorwürfe nicht. Derzeit umfasst das Angebot des WDR neun Beiträge (Stand 22.02.). Der WDR wies die Anschuldigungen zurück und teilte mit, der Kanal solle "offen zur Diskussion über die Klimakrise aufgerufen werden".

Der Grünen-Abgeordnete von Notz führte aus, wer finde, dass Informationen zur Klimakrise eine Wahlkampfhilfe für die Grünen seien, sage "in seltener Klarheit viel über die eigene Partei". Ähnlich äußerte sich der Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Es sei "sehr aufschlussreich", dass die FDP Informationen zur Klimakrise 'Wahlkampfhilfe für die Grünen' nenne. Das müsse ja nicht so sein, wenn die anderen Parteien auch Antworten hätten.

Diese Nachricht wurde am 23.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.