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KlimapolitikMerkel sieht Versäumnisse

Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sitzt in der Bundespressekonferenz und stellt sich den Fragen der Hauptstadt-Journalisten. (dpa-Bildfunk / Wolfgang Kumm)
Kanzlerin Merkel stellt sich Fragen der Hauptstadt-Journalisten (dpa-Bildfunk / Wolfgang Kumm)

Bundeskanzlerin Merkel hat Versäumnisse beim Klimaschutz eingeräumt. Bei der Bundespressekonferenz in Berlin sagte die CDU-Politikerin, bei der Begrenzung der Erderwärmung sei nicht ausreichend viel passiert. Deshalb müsse das Tempo angezogen werden.

Als aktuell dringliche Aufgabe nannte Merkel vor allem den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien. Hier gebe es zwar Fortschritte, aber ebenfalls noch nicht ausreichend, so die Kanzlerin.

Merkel ruft zu weiterem Impfen gegen Corona auf

In Bezug auf die Corona-Pandemie appellierte Merkel an die Menschen in Deutschland, sich impfen zu lassen. Dies sei das einzige Mittel, mit dem die Pandemie überwunden werden könne. Den jüngsten Anstieg der Infektionszahlen nannte die Kanzlerin besorgniserregend. Jede einzelne Impfung sei ein Schritt zurück zur Normalität. Bereits Immunisierte sollten auch bekannte oder nahestehende Personen von einer Impfung überzeugen.

Die Kanzlerin zeigte sich besorgt über den derzeitigen Anstieg der Infektionszahlen. Sie betonte, es gebe ein exponentielles Wachstum. Man müsse damit rechnen, dass es in weniger als zwei Wochen jeweils zu einer Verdopplung der Sieben-Tage-Inzidenz komme.

Es sei nötig, Schutzmaßnahmen wie Masken, Abstand und Lüften weiter zu beachten. "Wir wollen alle unsere Normalität zurück", sagte die Kanzlerin. "Aber diese Normalität erhalten wir nicht allein, sondern nur als Gemeinschaft zurück." Dazu werde ein deutlich höherer Impfschutz benötigt: "Jede einzelne Impfung zählt."

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Diese Nachricht wurde am 22.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.