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KlimaschutzExperten fordern: Keine neuen Straßen mehr bauen und Inlandsflüge verbieten

Güterzuganhänger in Seevetal/Maschen (Niedersachsen) auf den Gleisen des Rangierbahnhofs (dpa / picture-alliance / Axel Heimken)
Mehr Güter auf die Schienen, weniger auf die Straße - das ist eine Forderung von Michael Kopatz. (dpa / picture-alliance / Axel Heimken)

Der Klimaforscher Michael Kopatz fordert, die Zahl der Autos in Deutschland zu halbieren und keine neuen Straßen mehr zu bauen.

Zur Abwendung einer Klimakatastrophe seien entschiedene Schritte nötig, sagte der Projektleiter am Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie im Deutschlandfunk. Bisher gebe es im Verkehrsbereich keinerlei Erfolg bei der Reduzierung der Emissionen. Der Grünen-Politiker betonte, alleine mit Effizienz oder erneuerbaren Energien seien die Ziele nicht zu erreichen. Vielmehr seien einschneidende kulturelle Veränderungen notwendig. Der Zuwachs beim Gütertransport dürfe nur noch auf der Schiene stattfinden, verlangte Kopatz.

Der Mobilitätsforscher Andreas Knie verlangte ein Verbot von Inlandsflügen. Im Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit" begründete der Professor vom Wissenschaftszentrum Berlin seine Forderung mit der aus seiner Sicht fatalen Wirkung von Flugzeugabgasen auf das Klima. Darüber hinaus solle man auch die Zahl der Flüge pro Mensch deckeln oder aber die Flugpreise erhöhen, sagte Knie. Die Preise für einen Flug müssten zumindest die ökologischen Kosten enthalten.