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KlimastreikAls "Parents For Future" unterstützen auch Erwachsene die Schülerproteste

Monika Snela-Deschermaier hält ein Protestplakat mit der Aufschrift "Parents for future" in die Höhe. (picture alliance/Peter Zschunke/dpa)
Nicht nur Kinder, auch ihre Eltern beteiligen sich an den bundesweiten Protestaktionen "Fridays for future" für den Klimaschutz (picture alliance/Peter Zschunke/dpa)

An den Schülerstreiks für mehr Klimaschutz beteiligen sich auch zunehmend Erwachsene.

Unter dem Motto "Parents For Future" kommen auch Eltern, Großeltern und andere Unterstützer zu den freitäglichen Demonstrationen. Ziel des losen Zusammenschlusses ist es nach eigenen Angaben, die Jugendlichen im Kampf für einen ambitionierteren Klimaschutz in Deutschland und weltweit zu unterstützen. Teilnehmer einer Berliner Kundgebung sagten dem Deutschlandfunk, die Schülerproteste hätten sie wachgerüttelt. Die Politiker müssten aufgerufen werden, zu handeln. Einige berichteten, früher schon beispielsweise gegen Atomkraft auf die Straße gegangen zu sein. Mit der Teilnahme könne man auch den Kindern ein Vorbild sein und zeigen, dass man etwas gegen den Klimawandel tun müsse.

Die frühere Bildungsministerin Bulmahn (SPD) hält die Schülerstreiks für ein legitimes Mittel des Protests. Sie sagte im Deutschlandfunk (Audio-Link), sie finde es richtig, dass Jugendliche nun sagten, dass mehr für den Klimaschutz getan werden müsse. Es gebe einen "massiven Mangel an Handlungen, an Entscheidungen, an Umsetzungen, und manchmal denke ich, ein bisschen weniger Trägheit würde auch Erwachsenen guttun." Zudem lernten die Schülerinnen und Schüler auch, wenn sie sich auf die Demonstrationen vorbereiteten. Bulmahn sprach sich dafür aus, die Themen Klimaschutz und politische Entscheidungsprozesse im Unterricht zu behandeln. Die aktuelle Bildungsministerin Karliczek (CDU) hatte die Streiks unter Verweis auf die Schulpflicht kritisiert.

"Sunrise Movement" in den USA

Weltweit finden unter dem Motto "Fridays For Future" Schulstreiks für mehr Klimaschutz statt. Zehntausende Menschen beteiligen sich alleine in Deutschland. Auch in den USA hat sie "Sunrise"-Bewegung zu Protesten und einen "School Shutdown" aufgerufen (Audio-Link). Sie fordert von der Regierung eine rigorose Änderung der Politik in Richtung eines "Green New Deal", wonach die Wirtschaft auf den Schutz des Klimas ausgerichtet wird. Bekannt wurde die Gruppe durch einen Sitzstreik im Büro der demokratischen Politikerin Nancy Pelosi. Die "Sunrise"-Bewegung setzt dabei nicht nur auf Protestaktionen. Sie hat unter anderem ein Stipendienprogramm aufgelegt. Damit fördert sie die Ausbildung junger Menschen in den Bereichen Klimaschutz und Umweltgerechtigkeit.