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StartseiteUmwelt und Verbraucher Britische Forscher warnen vor Hitzejahr02.02.2018

Klimawandel Britische Forscher warnen vor Hitzejahr

Die Staatengemeinschaft will dafür sorgen, dass sich die Erdatmosphäre bis zum Ende dieses Jahrhundert um deutlich weniger als zwei Grad erwärmt. Britische Forscher rechnen aber mit neuen Temperaturrekorden. Auf viele Regionen könnten ungewöhnlich warme Zeiten zukommen.

Von Georg Ehring

Das ausgetrocknete Bett des Flusses Tejo in der Provinz Guadalajara, Spanien, am 16. Dezember 2017. (imago/Manu Reino)
Das ausgetrocknete Flussbett des Tejo in der Provinz Guadalajara Spanien (imago/Manu Reino)
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Auch die 1,5 Grad könnten schon sehr bald erreicht werden: Die britische Wetterbehörde Met Office hat ihre Prognose für die Entwicklung in den nächsten fünf Jahren herausgegeben und sie rechnet mit neuen Temperaturrekorden. Professor Adam Scaife, der Leiter der Abteilung für langfristige Prognosen beim Met Office.

"Und in den nächsten fünf Jahren deutet dies darauf hin, dass die Temperaturen in der Nähe dieses Rekordes bleiben. Sie wären also mindestens etwa ein Grad höher als in der Zeit vor der Industrialisierung. Und die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens in einem dieser Jahre die 1,5 Grad überschritten werden, liegt bei etwa zehn Prozent."

Emissionen müssten schnell gesenkt werden

Eine Überschreitung der Temperaturgrenze in einem einzelnen Jahr wäre mit dem Pariser Abkommen zwar noch vereinbar, darauf weist die Behörde ausdrücklich hin. Die Vereinbarung bezieht sich auf die Klimaentwicklung über längere Zeiträume. Die neue Prognose mache aber noch einmal deutlich, dass die Emissionen schnell gesenkt werden müssten.

Die britische Wetterbehörde verknüpft für ihre Vorhersagen die Daten zum menschengemachten Klimawandel mit der natürlichen Entwicklung des Wetters. Auf viele Regionen der Welt sieht sie ungewöhnlich warme Zeiten zukommen, insbesondere auf die Randgebiete der Arktis und den Südatlantik.

Während der langfristige Erwärmungstrend aufgrund des Ausstoßes von Treibhausgasen wie Kohlendioxid in der Wissenschaft nahezu Konsens ist, gibt es bei Vorhersagen für wenige Jahre noch große Unsicherheiten.

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