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KlimawandelDürrebeständigere Gerstensorten gezüchtet

Ein Bauer hält Gerstenkörner in seinen Händen (picture alliance / dpa / Peter Endig)
Ein Bauer hält Gerstenkörner in seinen Händen (picture alliance / dpa / Peter Endig)

Forschende der Universität Halle haben neue Gerstensorten gezüchtet, die besser mit dem Klimawandel zurecht kommen.

Einige der Pflanzen seien nicht nur hitze- und dürrebeständiger, sondern lieferten auch höhere Ernteerträge als heimische Vergleichssorten, teilte die Universität mit. Demnach kreuzten die Experten um den Wissenschaftler Klaus Pillen typische kultivierte Pflanzen mit 25 Wildgerstensorten, um 48 genetisch verschiedene Linien zu gewinnen. Anschließend bauten sie ihre Züchtungen in Deutschland, Großbritannien, Jordanien, Dubai sowie Australien unter verschiedenen klimatischen Bedingungen an und verglichen das Wachstum mit der Entwicklung klassischer Gerstenkulturen. In Australien gebe es stark versalzene und trockene Böden, in Jordanien und Dubai herrsche Hitze und Dürre.

Wildgersten seien für die Kreuzungen besonders geeignet, weil sie sich über Millionen Jahre an widrige Umweltbedingungen angepasst hätten. Die neuen Züchtungen hatten selbst unter den widrigen Bedingungen bis zu 20 Prozent höhere Ernteerträge als heimische Arten geliefert, hieß es weiter. Mit dem Wissen über vorteilhafte Genvarianten ließen sich nun je nach Standort passende Gerstensorten züchten. Das Team um Pillen veröffentlichte die Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Scientific Reports".