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KlimawandelErdbeobachtungssatellit ins All gestartet

Eine Illustration des  Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-6 Michael Freilich. (NASA/dpa)
Erdbeobachtungssatellit "Sentinel 6 Michael Freilich" (NASA/dpa)

Der Satellit "Sentinel 6 Michael Freilich" ist auf einer Trägerrakete ins All gestartet. Mit seiner Hilfe soll der Meeresspiegel beobachtet werden.

Der Satellit hob an Bord einer Trägerrakete von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien ab. Er soll die Ozeane aus einer Höhe von mehr als 1.300 Kilometern millimetergenau scannen. Durch den Klimawandel sind zahlreiche Küstenstädte bedroht, zudem könnten viele Inseln versinken. Laut Prognosen des Weltklimarates IPCC erhöht sich der Meeresspiegel bei ungebremster Erderwärmung schon bis Ende des Jahrhunderts um einen Meter. Die Beobachtung des Meeresspiegels ist für Klimaforscher daher extrem wichtig.

Die Mission ist eine Kooperation der Nasa, der Europäischen Weltraumorganisation Esa, der meteorologischen Satellitenagentur Europas, Eumetsat, und der US-Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA. Der Satellit wird von einem Kontrollzentrum bei Eumetsat von Darmstadt aus gesteuert. Seinen Namen erhielt er nach dem ehemaligen Direktor der Nasa-Erdbeobachtungsabteilung, Michael H. Freilich, der vor kurzem verstorben ist.

Diese Nachricht wurde am 21.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.