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KlimawandelEU-Kommissarin verweist auf Stromverbrauch des Internets

Ein Rechenzentrum, in dem Server aufeinandergestapelt sind (Photothek/Imago)
Server in einem Rechenzentrum (Photothek/Imago)

Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Vestager, hat auf den enormen Energieverbrauch des Internets und die Folgen für den Klimawandel hingewiesen.

Mit der weiteren Digitalisierung werde der Verbrauch noch zunehmen, sagte die dänische Politikerin der Funke Mediengruppe. Wenn man sich zum Beispiel Filme im Internet-Streaming ansehe, sei das sehr energie-intensiv. Für das Ziel der EU, den Kontinent bis 2050 klimaneutral zu machen, sei dies eine große Herausforderung, meinte Vestager, die in der EU-Kommission für das Thema Digitalisierung zuständig ist. Sie betonte, die Digitalisierung sei sowohl Teil des Problems, als auch Teil der Lösung. Der Kampf gegen den Klimawandel werde ohne digitale Lösungen nicht zu gewinnen sein.

Nach Zahlen des Stromversorgers Eon werden durch Streaming-Plattformen wie Youtube und Netflix und durch Videokonferenzen weltweit rund 200 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht. 2018 hätten Streaming-Plattformen so viel Strom verbraucht wie alle Haushalte in Deutschland, Italien und Polen.

Diese Nachricht wurde am 15.12.2019 im Programm Deutschlandfunk gesendet.