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KlimawandelForscher warnt vor zu vielen Verboten

Der Präsident des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Ottmar Edenhofer, hat vor zu viel staatlicher Regelung im Kampf gegen den Klimawandel gewarnt.

Er sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, mit Verboten müsse man sehr sorgsam umgehen. Er sprach sich dagegen aus, Kurzstreckenflügen abzuschaffen oder ein Tempolimit auf Autobahnen einzuführen. Das sei überflüssig, wenn man auch anders zum Ziel kommen könne.

Laut Edenhofer könnten Verbote Kosten und unbeabsichtigte Nebenwirkungen verursachen. Würden beispielsweise ab 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen, könnten viele Menschen bis dahin vielleicht umso mehr Diesel und Benziner kaufen oder ihre alten Wagen so lange fahren, bis sie auseinanderfielen. Das Klima sei nur ohne Ökodiktatur zu retten, so der Wissenschaftler.

Diese Nachricht wurde am 29.05.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.