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KlimawandelSchleswig-Holstein verstärkt Deiche

Passanten trotzen am 09.01.2015 in Dagebüll (Schleswig-Holstein) am Nordseedeich dem Sturm. Gleich zwei Orkanausläufer werden an diesem Wochenende den Norden streifen. (picture alliance / dpa / Carsten Rehder)
Nordseedeich in Dagebüll, Schleswig-Holstein (Archivbild) (picture alliance / dpa / Carsten Rehder)

Schleswig-Holstein will seine Deiche an der Nordsee weiter verstärken.

Derzeit müssten etwa 74 Kilometer Landesschutzdeiche ausgebaut werden, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums der Deutschen Presse-Agentur.
Geplant sind unter anderem Deichverstärkungen auf Eiderstedt, Föhr, Helgoland, am Eiderdamm und in Friedrichskoog. Insgesamt werden in diesem Jahr voraussichtlich etwa 84 Millionen Euro für den Küstenschutz ausgegeben. Nach Angaben des Umweltministeriums liegt fast ein Viertel des Landes in überflutungsgefährdeten Küstenniederungen. Dort leben mehr als 350.000 Menschen.

Als Reaktion auf die Herausforderungen der Erderwärmung hat Schleswig-Holstein das Konzept des sogenannten Klimadeichs entwickelt. Dieser könne in mehreren Bauphasen einen Meeresspiegelanstieg von bis zu zwei Metern ausgleichen. Die Kosten dafür seien um etwa 20 bis 40 Prozent höher als bei klassischen Deichverstärkungen.

Diese Nachricht wurde am 14.10.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.