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KölnKatholische Kirche unterstützt Boykott gegen Kollegah-Konzert

Rapper Kollegah bei der Verleihung des ECHO im Frühjahr 2018 in Berlin. (picture alliance/dpa/Foto: Eventpress Fuhr)
Rapper Kollegah bei der Verleihung des ECHO am 12. April 2018 in Berlin. (picture alliance/dpa/Foto: Eventpress Fuhr)

Die katholische Kirche in Köln unterstützt einen Boykott-Aufruf gegen ein Konzert des Rappers Kollegah.

"Gerade wenn antisemitische Schmähungen und Übergriffe leider wieder an der Tagesordnung sind, dürfen wir keine Rücksicht auf vermeintlich künstlerische Freiheiten nehmen, zumal Rapper wie Kollegah großen Einfluss auf unsere Jugend haben", sagte der Kölner Stadtdechant Robert Kleine dem Portal domradio.de. Er halte es für falsch, dem Musiker in Köln eine Bühne zu bieten. Er hoffe, dass viele dem Konzert mit seinen sexistischen, homophoben und antisemitischen Songs die Rote Karte zeigen würden.

Unter anderen hatte die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit das für Dienstag geplante Konzert des Rappers kritisiert. Kollegah propagiere in seinen Texten Antisemitismus, Homophobie, Gewalt gegen Frauen und rufe auch zum Hass gegen sozial Marginalisierte auf, sagte der Vorsitzende Jürgen Wilhelm laut "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Stadt Rastatt hatte zuvor bereits ein für den 9. November geplantes Konzert des Rappers abgesagt.

Kollegah war 2018 gemeinsam mit seinem Musikerkollegen Farid Bang bei der Verleihung des Musikpreises "Echo" in Kritik geraten. Ihnen wurde Antisemitismus vorgeworfen. Auch die Jury und der ausrichtende Bundesverband Musikindustrie wurden kritisiert. Daraufhin beschloss der Verband, den "Echo" abzuschaffen.