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KölnZehntausende zeigen ihre Unterstützung für Erdogan

Die ersten tausend Teilnehmer sind am Kundgebungsort Deutzer Werft eingetroffen. (Deutschlandradio / Moritz Küpper)
Der Kundgebungsort Deutzer Werft im rechtsrheinischen Köln (Deutschlandradio / Moritz Küpper)

Rund 20.000 Anhänger des türkischen Präsidenten Erdogan haben in Köln demonstriert. Sie protestierten gegen den vereitelten Militärputsch in der Türkei. Sportminister Akif Cagatay Kilic erklärte, man wolle ein Signal der Geschlossenheit gegen die Putschisten aussenden.

Wie Deutschland kämpfe auch die Türkei für Demokratie und gegen Terror, sagte der in Deutschland geborene Minister in seiner Rede auf der Kundgebung. Es sei traurig, dass behauptete werde, dass die Türkei nicht die Menschenrechte und den Rechtsstaat wahre. Die deutschen Medien hätten Vorurteile.

Zu der Demonstration hatte vor allem die Union Europäisch-Türkischer Demokraten - UETD - aufgerufen. Sie steht der türkischen Reigerungspartei AKP nahe. Zu Beginn wurden die türkische und die deutsche Nationalhymne abgespielt. Anschließend gab es eine Schweigeminute für die Todesopfer des gescheiterten Putsches und der Gewalttaten in Paris, München und an anderen Orten.

Erdogan-Zuschaltung verboten

Das Bundesverfassungsgericht hatte in einem Eil-Verfahren die geplante Live-Zuschaltung Erdogans auf einer Großleinwand abgelehnt. Dies stieß auf deutliche Kritik der türkischen Führung. Ein Sprecher von Präsident Erdogan sprach von einem Verstoß gegen die Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Großeinsatz der Polizei

In Köln waren rund 2.700 Polizisten im Einsatz. Ihre Hauptaufgabe lag darin, die Pro-Erdogan-Demonstranten und die Teilnehmer mehrerer Gegenveranstaltungen zu trennen - weitgehend erfolgreich. Unter anderem hatte eine linke, türkische Gruppierung unter dem Titel: "Erdogans langer Arm in Deutschland" zu Protesten aufgerufen. Einige hundert Menschen nahmen an der Kundgebung teil. Dort kam es nach Auskunft der Polizei zu Auseinandersetzungen zwischen rund 80 rechtsnationalen Türken und mehr als hundert kurdischen Demonstranten. 

"Durchaus aggressiv" war laut einem Polizeisprecher die Stimmung bei einer weiteren Demonstration mit rund 250 Teilnehmern, die die rechtsextreme Partei Pro NRW angemeldet hatte. Letztlich wurde die Versammlung aufgelöst.

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