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KohleausstiegMedienbericht: Merkel fordert größere Anstrengungen

Blick in den Braunkohletagebau Welzow-Sued der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) (dpa/Andreas Franke)
15.000 Arbeitsplätze sind in der Lausitz in Gefahr, wenn der Braunkohleabbau 2038 gestoppt wird (dpa/Andreas Franke)

Bundeskanzlerin Merkel hat bei einem erneuten Treffen im Kanzleramt zum Kohleausstieg offenbar größere Anstrengungen gefordert.

Die "Bild"-Zeitung berichtet unter Berufung auf Teilnehmerkreise, Merkel habe gesagt, wenn die Dauer zur Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen wie etwa Stromtrassen weiter so lang sei, werde der Kohleausstieg nicht gelingen. Dieser sei eine - so wörtlich - Riesen-Kraftanstrengung. Man müsse den Ausstieg wollen. Die Bundeskanzlerin hatte unter anderem Vertreter der Kohlekommission und die Ministerpräsidenten der vom Ausstieg betroffenen Bundesländer empfangen.

Die Kohlekommission hatte sich auf einen Kompromiss verständigt, wonach die Kraftwerkskapazitäten ab 2022 schrittweise abgebaut werden und spätestens 2038 auslaufen. Der Bund zahlt den betroffenen Ländern zum Ausgleich der wegfallenden Arbeitsplätze 40 Milliarden Euro. Umweltverbänden geht der Kohleausstieg nicht schnell genug, sie fordern eine schnellere Abschaltung der Werke.