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KolumbienErneut gewalttätige Ausschreitungen

Zu sehen sind mehrere Personen, die Gegenstände auf Polizisten werfen, die sich vermutlich hinter einer Wolke aus Tränengas befinden. (LUIS ROBAYO / AFP)
Die Proteste gegen die kolumbianische Regierung dauern auch in der Stadt Cali an. (LUIS ROBAYO / AFP)

In Kolumbien ist es in der Nacht erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Betroffen war vor allem die Millionenstadt Cali, aus der Zusammenstöße zwischen der Polizei und Demonstranten gemeldet wurden. Eine Polizeistation ging in Flammen auf. In Medienberichten ist von zahlreichen Verletzten die Rede. Möglicherweise habe es auch Tote gegeben.

Wegen der anhaltenden Proteste ist der kolumbianische Finanzminister Carrasquilla zurückgetreten. Sein inzwischen wieder zurückgenommener Vorschlag für eine Steuerreform gilt als Auslöser für die Gewalt. Gegen die Pläne hatten unter anderem Gewerkschaften, indigene Gruppen sowie Sozialorganisationen mobil gemacht. Sie befürchteten Belastungen vor allem für Menschen mit niedrigeren Einkommen.

Seit vergangener Woche kamen in Kolumbien mindestens 19 Menschen ums Leben. Mehr als 800 wurden verletzt.

Diese Nachricht wurde am 04.05.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.