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StartseiteSport am Wochenende"Die Politik will sich mit dem Fußball nicht anlegen"17.04.2017

Kommerzialisierung"Die Politik will sich mit dem Fußball nicht anlegen"

Der Fußball habe gekonnt aus der Leidenschaft und der Liebe der Fans zu ihren Vereinen Profit geschlagen, sagte DLF-Journalist Moritz Küpper zum kommerziellen Potenzial der Sportart. Politiker hätten kein Interesse daran, etwas an der Vormachtstellung des Fußballs zu verändern - denn auch sie profitierten, unter anderem von Kabinen-Selfies.

Moritz Küpper im Gespräch mit Marina Schweizer

Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Gauck beim Selfie mit der deutschen Nationalelf nach dem WM-Sieg in Brasilien. (AFP / Guido Bergmann / Bundesregierung)
Kanzlerin Merkel nach dem WM-Sieg der deutschen Mannschaft in der Umkleidekabine. (AFP / Guido Bergmann / Bundesregierung)
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Fußball sei im Laufe der Jahre ein gefälligeres Spektakel geworden, das eine kaufkräftigere Kundschaft erreicht habe, sagte Moritz Küpper. Im WM-Jahr 2006 sei Fußball in Deutschland seinem Status Sportart entwachsen. Mit Hilfe von Public Viewing sei vermarktet und verkauft worden.

Heute säßen Kanzlerin und Bundespräsident "wie selbstverständlich auf der Bühne" und profitierten von der "Währung Aufmerksamkeit".

Auch für Sponsoren gelte: "Lieber Sponsor Nummer 10 im Fußball als Hauptsponsor im Handball". Trotz seines großen kommerziellen Potenzials werde Fußball wie ein Sport in einer regulären Verbandsstruktur behandelt. Und die Politik habe kein Interesse, etwas daran zu ändern. "Trotz aller Skandale um FIFA und UEFA ist das Steuerprivileg noch immer vorgegeben".

Hören Sie das vollständige Gespräch mindestens sechs Monate als Audio-on-Demand.

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