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StartseiteAtelier neuer MusikWie das Licht aufs Wasser fällt ...18.04.2015

Komponist Kunsu ShimWie das Licht aufs Wasser fällt ...

Die Klänge, die er aufs Papier setzt, zeichnen sich durch offene Phänomene aus; Spielvorgänge bewegen sich oft am physikalischen Rand einer möglichen Tonerzeugung, schwanken in ihrer Klangqualität und sind auch durch geräuschhafte Anteile gefärbt. "Indem wir uns auf ein Ziel konzentrieren, vergessen wir andere Möglichkeiten", sagt Kunsu Shim über seine Musik.

Von Hanno Ehrler

Foto des südkoreanischen Komponisten Kunsu Shim (Kunsu Shim)
Für das Fließen von Ton und Klang: Kunsu Shim (Kunsu Shim)

Kunsu Shim, 1958 im südkoreanischen Pusan geboren, absolvierte ein Musikstudium in Seoul und ergänzte seine Ausbildung bei Helmut Lachenmann in Stuttgart und Nicolaus A. Huber in Essen. Seitdem lebt er als freischaffender Komponist in Essen, Duisburg und jetzt in Düsseldorf. Kompositorisch ließ sich Shim von der US-amerikanischen Avantgarde inspirieren, von der Musik von Morton Feldman, Christian Wolff oder John Cage. Cages Haltung zur Musik gründet zu wesentlichen Teilen auf östlicher Philosophie und Zen-Buddhismus. Das manifestiert sich in der Abkehr von einem rationalen, zielgerichteten Komponieren hin zu einem freien, ungebundenen Fließen von Ton und Klang. Kunsu Shim seinerseits schreibt Partituren, bei denen zielgerichtete Phänomene eine nur untergeordnete Rolle spielen. Seine Musik lebt in der Gegenwart, im unmittelbaren Hier und Jetzt.

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