Atelier neuer Musik 18.01.2020

Komponist Pavel Zemek-Novák Unisono mit PietàVon Robert Nemecek

Cathedral of St. Peter and Paul in Brno, Czech Republic. | (dpa/ RIA Nowosti)Blick auf die berühmte Brünner Kathedrale St. Peter und Paul (dpa/ RIA Nowosti)

Er studierte bei Miloslav Ištvan, George Benjamin und Gérard Grisey. Zugleich bezieht sich der Brünner Komponist Pavel Zemek-Novák auf die alten Vokaltraditionen seiner mährischen Heimat. Sein musikalisches Markenzeichen ist die radikale Reduktion, sie hat ihn zur unisono fließenden Linie geführt.

Pavel Zemek-Novák zählt heute zu den produktivsten, aber auch zu den eigenwilligsten Komponistenpersönlichkeiten Tschechiens. 1957 in Brünn geboren, studierte er am Städtischen Konservatorium, später an der Janáček Musikakademie. Anfang der 1990er Jahre nutzte der Komponist die Möglichkeit, sich in London bei George Benjamin und in Paris bei Gérard Grisey umfassend über Kompositionstechniken der westlichen Avantgarde zu informieren.

Die vielgestaltige akademische Bildung hielt Zemek-Novák allerdings nie davon ab, die alten Vokaltraditionen seiner mährischen Heimat hochzuhalten. In letzter Konsequenz führte dies zu einer radikalen Reduktion in Harmonik und Tonsatz, deren Fluchtpunkt die unisono fließende Linie darstellt. Diese ist zugleich Träger von Botschaften, die der gläubige Christ häufig aber nur andeutet, so dass immer genug Spielraum für die Fantasie der Hörerenden bleibt.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang in unserer Mediathek.

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