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Konservative in GroßbritannienEine Frau folgt auf Cameron

Andrea Leadsom und Theresa May (r.) konkurrieren um den Parteivorsitz der britischen Tories. (afp)
Andrea Leadsom und Theresa May (r.) konkurrieren um den Parteivorsitz der britischen Tories. (afp)

Die britische Innenministerin Theresa May und die Energie-Staatssekretärin Andrea Leadsom machen die Nachfolge von Premierminister David Cameron unter sich aus. Sie stellen sich der Urwahl der konservativen Parteimitglieder. Justizminister Michael Gove schied aus.

May konnte die meisten Stimmen auf sich vereinen (199), Leadsom kam auf 84 und Gove auf 46. May hatte schon die erste Runde des Kandidatenrennens in der Unterhausfraktion der Torys für sich entschieden. Camerons Nachfolgerin als Parteichefin und Premierministerin wird nun von den Parteimitgliedern in einer Kampfabstimmung zwischen May und Leadsom ermittelt.

Gove gratulierte den beiden verbleibenden Kandidatinnen via Twitter:

Premierminister David Cameron hatte nach dem Brexit-Votum seinen Rückzug angekündigt. Der genaue Zeitplan für die Urwahl der Partei, die per Briefwahl stattfindet, ist unklar. Die Führungsfrage soll bis zum 9. September geklärt werden.

Auf die neue Regierungschefin kommen die langwierigen Austrittsverhandlungen mit der EU zu. May will den offiziellen Prozess voraussichtlich erst im kommenden Jahr beginnen. Leadsom hat angekündigt, keine Zeit verlieren zu wollen.

May war gegen Brexit, Leadsom dafür

May plädierte beim EU-Referendum für einen Verbleib in der Union, hielt sich aber mit ihrer Meinung im Wahlkampf diskret zurück - jetzt präsentiert sie sich als Versöhnerin, die die tief gespaltene Partei einigen könnte. Dagegen traten Leadsom und Gove für den Austritt ein - und betonen, nur ein Brexit-Anhänger könne nun als Regierungschef die Weichen richtig stellen. Gove hatte allerdings mit dem Vorwurf zu kämpfen, dass er durch seine eigene Kandidatur dem populären Brexit-Wortführer Boris Johnson in den Rücken gefallen sei.

Leadsom rief zu Optimismus nach der Brexit-Entscheidung auf. Falls sie zur Nachfolgerin Camerons gewählt werde, wolle sie den gegenwärtigen Pessimismus vertreiben. Es gehe um "Wohlstand, nicht um Sparpolitik".

(vic/fwa)

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