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StartseiteKonzertdokument der WocheSchau mir in die Flügel22.08.2021

Konzert im Deutschlandfunk KammermusiksaalSchau mir in die Flügel

Jeder Flügel ist ein Partner: Manchmal ein dumpfer Typ, dem man jede Nuance abtrotzen muss, manchmal ist es Liebe auf den ersten Klang. Worin liegen diese Unterschiede? Das zeigen Pianistin Luisa Imorde und Klavierbauer Christian Schoke an zwei Instrumenten.

Am Mikrofon: Jonas Zerweck

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Ein Mann bearbeitet mit einer Feile den Kopf eines Klavierhammers, die Klaviatur ist aus dem Flügel herausgezogen. Hinter ihm am Flügel steht eine junge Frau und lächelt. (Deutschlandradio / Thomas Kujawinski)
Christian Schoke hat einen der Konzert-Flügel, auf denen die Pianistin Luisa Imorde spielen wird, zur Vorbereitung geöffnet und bearbeitet die Filzhämmerchen, die auf die Saite schlagen. (Deutschlandradio / Thomas Kujawinski)
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Luisa Imorde spielt Bach und Kapustin - Freiheit und Ordnung
(Deutschlandfunk Kultur, Die besondere Aufnahme, 14.03.2020)

Für Außenstehende wirkt es manchmal fast skurril. Wenn Pianistinnen und Pianisten über ihre Beziehungen zu den unterschiedlichsten Instrumenten sprechen, scheinen sie von Freunden, schnellen Bekanntschaften oder sogar Feinden zu sprechen. Kurz: von eigenen Charakteren. Aber ist Konzertflügel nicht gleich Konzertflügel? Wie groß können die Unterschiede schon sein?

Eine Pianistin - ein Werk - zwei Klangwelten

Im Konzert spielt Luisa Imorde auf einem Steinway- und einem Bösendorfer-Flügel. Steinway-Flügel stehen oft in Konzertsälen und stehen für eine kräftige Klangkultur, die Pianisten für ihre Brillanz schätzen. Die Instrumente der Firma Bösendorfer werden von vielen Künstlern geschätzt, die vor allem für romantisches Repertoire schwärmen, denn der Klang ist wärmer, weicher und wird als etwas dunkler empfunden.

Luisa Imorde spielt im Konzert mal die gleichen Werke zum Vergleich, mal unterschiedliche, um die Eigenschaften der Flügel zu demonstrieren. Mit dabei ist der Klavierbauer und -stimmer Christian Schoke. Er stimmt nicht nur die Instrumente vor dem Konzert, sondern greift auch in die Technik ein. Er kann zum Beispiel den Tastaturanschlag an die Wünsche der Interpretin anpassen. 

In einem Konzertsaal mit Holzfußboden stehen drei Menschen an Mikrofonen und unterhalten sich. Im Hintergrund sind zwei schwarze Konzertflügel zu sehen, die Saalwände werden mit blauem Licht angestrahlt. (Deutschlandradio / Thomas Kujawinski)Im Deutschlandfunk Kammermusiksaal sprechen Christian Schoke (r.), Luisa Imorde (m.) und Jonas Zerweck über die Konzertflügel von Steinway & Sons (r.) und Bösendorfer. (Deutschlandradio / Thomas Kujawinski)

Gemeinsam öffnen sie die buchstäbliche "Blackbox" Konzertflügel und sprechen über die Beziehung zwischen Mensch und Instrument.

Verschiedene Miniaturen aus den unterschiedlichsten Musikepochen für Klavier solo, dazwischen:

Alexander Skrjabin
Sonate-Fantasie Nr. 2, op. 19

Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 30, op. 109

Luisa Imorde, Klavier
Christian Schoke, Klavierbauer

Mikrofon auf einer Konzertbühne, Text: Unsere Mikros, Ihre Konzerte

Aufnahme vom 1.7.2021 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

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