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Kosovo-TribunalEx-UCK-Kommandant beteuert Unschuld

Niederlande, Den Haag: Jack Smith (r), Kläger, und Cezary Michalczuk warten vor dem Gericht der Kosovo-Spezialkammer auf den Beginn des Prozesses gegen Salih Mustafa, Ex-Kommandant der albanischen Miliz «Kosovo Befreiungsarmee». (Robin Van Lonkhuijsen/Pool ANP/AP/dpa)
Prozessbeginn vor Kosovo-Tribunal in Den Haag (Robin Van Lonkhuijsen/Pool ANP/AP/dpa)

Vor dem Tribunal im niederländischen Den Haag zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen im Kosovo-Konflikt hat der erste Prozess begonnen.

Angeklagt ist ein ehemaliger Kommandeur der albanischen sogenannten Kosovo-Befreiungsarmee UCK. Die Anklage beschuldigt ihn unter anderem der Folterung und Ermordung von Gefangenen im April 1999. Opfer waren demnach angebliche albanische Kollaborateure. Der Mann beteuerte zum Prozessbeginn seine Unschuld. Im Laufe des Prozesses sollen 16 Zeugen aussagen, darunter einige der Opfer. Die Anklage will auch den ehemaligen kosovarischen Präsidenten Thaci strafrechtlich verfolgen, der ebenfalls UCK-Kommandeur war.

Die albanische Miliz hatte während des Krieges von 1998 bis 1999 gegen serbische Truppen gekämpft, um die Unabhängigkeit des vorwiegend von Albanern bewohnten Kosovo von Serbien zu erlangen.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.