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KrankenhäuserÄrzte und Pfleger lassen sich zu wenig gegen Grippe impfen

Eine Krankenpflegerin der Onkologie im Klinikum in Nürnberg (Bayern) steht am 01.07.2015 im Flur der Station an einem Pflegewagen.  (dpa /  Daniel Karmann)
Bei Ärzten liegt die Impfquote bei mehr als 61 Prozent, bei Pflegekräften dagegen nur bei gut 32 Prozent. (dpa / Daniel Karmann)

In Krankenhäusern schützen sich Ärzte und Pflegekräfte nach einer Studie zu wenig gegen das Grippe-Risiko.

Im neuen "Epidemiologischen Bulletin" hat das Robert-Koch-Institut die Impfquoten beim Klinikpersonal veröffentlicht - verbunden mit dem Hinweis, dass es bislang noch keine bundesweiten Daten gebe.

Im Herbst 2017 wurden daher rund 5.800 Mitarbeiter aus mehr als 50 Kliniken befragt. Das Ergebnis: Etwa 40 Prozent von ihnen waren gegen Influenza geimpft. Doch es gibt Unterschiede: Während die Quote für die Ärzte bei mehr als 61 Prozent lag, ließen sich nur gut 32 Prozent des Pflegepersonals impfen, bei den therapeutischen Berufen etwas mehr.

Als Grund für die Impfung nannten die meisten Befragten den Selbstschutz - der Patientenschutz war dem nachgeordnet. Als Erklärung für die Ablehnung der Impfung führen die Ärzte meist organisatorische Gründe an. Bei den Pflegekräften und in den therapeutischen Berufen war es dagegen das fehlende Vertrauen in Sicherheit und Effizienz der Impfung.