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StartseiteSprechstundeNotfallpraxen vor dem Kollaps08.09.2015

KrankenhäuserNotfallpraxen vor dem Kollaps

Arztpraxen sind nicht immer besetzt, Termine häufig nicht unmittelbar zu bekommen. Immer mehr Menschen fahren deshalb bei Beschwerden gleich in die Notfallpraxis einer Klinik - und diese sind zusehends überlaufen.

Frank Wösten im Gespräch mit Carsten Schroeder

Ein Erste-Hilfe-Kasten hängt an einer Wand (Deutschlandradio / Ellen Wilke)
Erste Hilfe gibts auch im Krankenhaus. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)

Im Notfall wählt man 112, für den Notarzt. Wenn man noch transportfähig ist, kann man sich auch von Nachbarn oder Freunden in die nächste Notfallambulanz im Krankenhaus fahren lassen. Die ist rund um die Uhr besetzt, und an jedem Tag der Woche. 

Das sind Arztpraxen nicht. Besonders findige Zeitgenossen fahren deshalb gleich in die Notfallambulanz, um sich dort behandeln zu lassen, obwohl sie gar kein Notfall sind.

Zur Ehrenrettung dieser Nicht-Notfall-Patienten sei gesagt, dass es manchmal auch zwei Monate dauert, bis man einen Termin beim Facharzt bekommt. Und das ist bei vielen Beschwerden nun auch nicht mehr zumutbar. Wie auch immer: Die Notaufnahmen vieler Krankenhäuser sind überlaufen.

Das Interview mit Dr. Frank Wösten von der Zentralen Notaufnahme des Helios-Klinikums Siegburg können Sie mindestens sechs Monate in unserem Audio-Archiv nachhören.

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