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StartseiteSprechstunde"Der Patient kommt immer zuerst"19.09.2017

Krankenhaus"Der Patient kommt immer zuerst"

Viele Kliniken leiden unter einem ökonomischen Druck. Doch trotz aller wirtschaftlicher Zwänge müsse "eine bestmögliche Versorgung gewährleistet sein", sagte Petra Maria Schumm-Draeger im Dlf. Die stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin hat deshalb einen neuen "Klinik Kodex" entwickelt.

Petra Maria Schumm-Draeger im Gespräch mit Martin Winkelheide

Ärzte bei einer Herzoperation im Operationssaal.  (imago)
Das Gesundheitssystem in Deutschland sorgt immer wieder für Diskussionen. (imago)
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"Es kommt immer der Patient zuerst, die Patientenschaft hat das Recht darauf vertrauen zu können, dass trotz aller ökonomischer Zwänge eine bestmögliche Versorgung gewährleistet ist", sagte Petra Maria Schumm-Draeger im Deutschlandfunk. Betriebswirtschaftliche Zielgrößen dürften niemals im Vordergrund einer Behandlung stehen. Der "Klinik Kodex" sei dafür ein erster wichtiger Schritt. 

Um "die rasant fortschreitende Ökonomisierung der Medizin zu stoppen", hat die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) einen "Klinik Kodex" ins Leben gerufen, deren stellvertretende Vorsitzende Schumm-Drager ist.  

Viele Hüft-OPs in Deutschland - wegen des Geldes?

Ein Problem sei, dass technische und operative Leistungen wesentlich besser bezahlt würden, das könnte ein Grund dafür sein, das in Deutschland die meisten künstliche Hüftgelenke eingesetzt werden - so viele wie in kaum einem anderen Land. Der Kodex soll helfen, ein Gleichgewicht zwischen Medizin und Ökonomie herzustellen, bei dem "die Medizin aber immer das Entscheidende ist", sagte die Münchner Ärztin. 

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin bezeichnet sich als eine der größten wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften Deutschlands. Sie hat nach eigenen Angaben rund 25.000 Mitglieder.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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