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KrebsforschungWeniger Risiko in großen Familien

Tabletten und ein Therapie-pass liegen auf einem Tisch, Symbolfoto zum Krankheitsthema Krebs (picture alliance / Frank May)
Behandlung bei Krebs (picture alliance / Frank May)

Wer eine große Familie hat, der hat möglicherweise ein geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken.

Das schreiben Forscher aus der Schweiz und Australien in einer neuen Studie. Sie haben Krebsstatistiken der UNO aus fast 180 Ländern analysiert und kommen zu dem Schluss: Je größer die Familie, desto niedriger ist weltweit das Risiko, an allen Krebsarten zu erkranken. Dabei spielte eine Rolle, wie groß der Kern der Familie ist, also wie viele Kinder ein Elternpaar hat, aber auch, wie viele Menschen in einem Haushalt leben. Andere Faktoren wie Alter, Einkommen und Wohnort spielten offenbar keine Rolle.

Bisher war schon bekannt, dass das Risiko für bestimmte Krebsarten wie Brustkrebs und Gebärmutterkrebs sinkt, je mehr Kinder eine Frau bekommt. Überraschenderweise stellten die Forscher aber in ihrer Studie fest, dass der Familieneffekt Männer sogar noch stärker vor Krebs schützt. Die Forscher vermuten: Mit vielen Famlienmitgliedern zusammenzuleben hat einen positiven emotionalen Effekt, der auch vor Krebserkrankungen schützen kann.

Die Studie ist im Fachjournal BMC Cancer erschienen.