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Kriegsverbrechen KosovoProzessbeginn vor Sondertribunal in Den Haag

Verhandlung in einem Gerichtssaal in Den Haag. Archivaufnahme vom 09.11.2020.  (Jerry Lampen / POOL / AFP)
Das Kosovo-Sondertribunal in Den Haag (Jerry Lampen / POOL / AFP)

Vor dem Sondertribunal in Den Haag zur Ahndung von Kriegsverbrechen während des Kosovo-Krieges beginnt heute der Prozess gegen einen ehemaligen Kommandeur der paramilitärischen sogenannten Befreiungsarmee UCK.

Dem Angeklagten Mustafa werden die Ermordung eines Gefangenen sowie Folter und Misshandlung von mindestens sechs Zivilisten zur Last gelegt, die im Kosovo-Krieg 1998/99 gefangen genommen worden waren. Außerdem soll er sich wegen willkürlicher Festnahmen verantworten.

Mustafa ist der erste Beschuldigte, der vor dem Tribunal in den Niederlanden steht. Auch gegen den ehemaligen kosovarischen Präsidenten Thaci, früher ebenfalls UCK-Kommandeur, soll dort ein Prozess wegen mehrerer Morde, Verschleppung, Verfolgung und Folter stattfinden. Im Kosovo-Konflikt, der zur Loslösung der Provinz von Serbien führte, wurden 13.000 Menschen getötet.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.