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Krise in TunesienEU ruft zu Gewaltverzicht auf

Ein Gitter; dahinter Soldaten auf einem Militärfahrzeug stehend, davor eine Menschenmenge. (Khaled Nasraoui/dpa)
Demonstranten und Sicherheitskräfte am Parlament in Tunis (Khaled Nasraoui/dpa)

Angesichts der Krise in Tunesien hat die EU hat alle politischen Akteure in dem Land zu Gewaltverzicht aufgerufen.

Verfassung und Rechtsstaatlichkeit müssten respektiert werden, sagte eine Sprecherin der Europäischen Kommission in Brüssel. Jegliche Gewalt müsse vermieden werden, um die Stabilität des Landes zu bewahren.

In Tunesien hat Präsident Saied die Regierung abgesetzt und das Parlament vorerst entmachtet. Das Gebäude der Volksvertretung ist von Sicherheitskräften umstellt. Davor gibt es laut Medienberichten Auseinandersetzungen zwischen Kritikern und Unterstützern des Präsidenten.

Vorausgegangen waren anhaltende Proteste gegen Korruption und Arbeitslosigkeit. Diese hatten sich zuletzt wegen einer steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise im Land verschärft.

Diese Nachricht wurde am 26.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.