Hausärzteverband
Kritik an elektronischer Patientenakte: "nur eingeschränkt praxistauglich"

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband zieht eine kritische Bilanz der Anfang des vergangenen Jahres eingeführten elektronischen Patientenakte.

    Das Bild zeigt den Bildschirm eines Smartphose. Darauf zu sehen ist eine elektronische Patientenakte in der App einer Krankenkasse.
    Eine elektronische Patientenakte (ePA) in der App einer Krankenkasse (dpa | Jörg Carstensen (Symbolbild))
    Der Bundesvorsitzende Beier sagte der Funke Mediengruppe, die wenigsten Patienten hätten sich ihre ePA angeschaut. Das liege vor allem an einem absurd komplizierten Registrierungsprozess. Für die Praxen wiederum gebe es Probleme mit dem zugrundeliegenden Telematik-Netzwerk, in dem es immer wieder zu massiven Störungen und Ausfällen komme.
    Der Bundesverband der Verbraucherzentralen forderte, die ePA müsse zügig im Sinne der Versicherten weiterentwickelt werden. Es fehlten zentrale Funktionen wie digitale Impf- oder Bonushefte. Laut einer repräsentativen Umfrage verwalten 71 Prozent der Versicherte ihre ePA nicht aktiv. Neun Prozent hätten sie löschen lassen.
    Inzwischen haben die gesetzlichen Krankenkassen für rund 70 Millionen Versicherte eine elektronische Patientenakte angelegt.
    Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.