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Kritik an rechten PositionenDecathlon zieht Werbung bei französischem Sender CNews zurück

Proteste gegen den CNews-Journalisten Eric Zemmour in Paris (www.imago-images.de)
Proteste gegen den CNews-Journalisten Eric Zemmour in Paris (www.imago-images.de)

Der französische Sportartikel-Konzern Decathlon hat entschieden, beim Fernsehsender CNews vorerst keine Werbung mehr zu schalten.

Hintergrund ist ein Streit um die politische Ausrichtung des Senders, dem Kritiker immer wieder eine Nähe zu rechtsextremen Positionen vorwerfen. CNews sieht sich selbst als Meinungssender.

Decathlon bestätigte auf Twitter, seine Spots für CNews zurückzuziehen. Vorher hatte bereits die Organisation "Sleeping Giants France" über die Entscheidung berichtet. Das Netzwerk wendet sich unter anderem gegen Online-Werbung auf Plattformen, die Hass, Rassismus oder Falschinformationen verbreiten. In einem Tweet heißt es, die schädliche Ausrichtung von CNews könne nicht länger ignoriert werden.

Für besonders scharfe Kritik an CNews hatten in den vergangenen Monaten etwa die Einlassungen des islamkritischen Journalisten Eric Zemmour gesorgt. Er hatte sich zuletzt in verallgemeinender und herabwürdigender Weise über jugendliche Migranten geäußert und sie als Diebe und Vergewaltiger gebrandmarkt. Deswegen hatte unter anderem die Pariser Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.

Diese Nachricht wurde am 21.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.