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StartseiteBüchermarktÜber Johann Kaspar Riesbecks "Briefe eines reisenden Franzosen"06.08.2014

KritikergesprächÜber Johann Kaspar Riesbecks "Briefe eines reisenden Franzosen"

Johann Kaspar Riesbeck prügelte sich mit dem Mainzer Domherrn um eine Frau und musste die Stadt, in der er studierte, daraufhin verlassen. Als er später die Redaktion der "Neuen Zürcher Zeitung" leitete, veröffentlichte er 1783 "Briefe eines reisenden Franzosen über Deutschland an seinen Bruder in Paris".

Wolfgang Geisthövel und Thomas Knubben im Gespräch mit Denis Scheck

Nachtansicht des Mainzer Doms, gesehen durch ein Fenster des Staatstheaters (dpa / Fredrik von Erichsen/)
Ein Streit mit dem Mainzer Domherren war die Ursache für Riesbecks Flucht aus der Stadt. (dpa / Fredrik von Erichsen/)

Im vergangenen Jahr wurde das Buch als Prachtband nachgedruckt. Im Gewand des erdachten Franzosen schreibt Riesbeck äußerst meinungsfreudig über deutsche Städte: In Augsburg seien "neun Zehnteile der Einwohner das infamste Kanaille", Köln sei "in jedem Betracht die abscheulichste Stadt von Deutschland", und in Berlin, einer Stadt, die der Autor wohl nie besucht hat, werde weniger onaniert als andernorts.

Johann Kaspar Riesbeck: "Briefe eines reisenden Franzosen"
Die Andere Bibliothek, 684 Seiten, 99 Euro.

Das Kritikergespräch können Sie mindestens fünf Monate lang in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.

 

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