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KroatienDebatte über Gewalt gegen Frauen bei der Geburtshilfe

Frauen protestierten im Oktober 2018 gegen die Zustände bei der Geburtshilfe in kroatischen Krankenhäusern. (AFP)
Frauen protestierten im Oktober 2018 gegen die Zustände bei der Geburtshilfe in kroatischen Krankenhäusern. (AFP)

In Kroatien hat eine Parlamentsabgeordnete eine Debatte über Gewalt gegen Frauen in der Geburtshilfe ausgelöst.

Ivana Nincevic-Lesandric berichtete von ihren Erfahrungen nach einer Fehlgeburt. Sie beschrieb in der BBC eine "mittelalterliche Behandlung". Sie sei gefesselt worden, danach sei ihre Gebärmutter ohne Betäubung ausgeschabt worden. Die Abgeordnete sprach von den schmerzhaftesten 30 Minuten ihres Leben.

Bis jetzt habe sie 400 Berichte von Frauen gesammelt, die ein schlechtes Bild auf kroatische Krankenhäuser werfen. Gewebeentnahmen und das Nähen von Verletzungen ohne Betäubung kommen in den Berichten vor. Eine Gynäkologin aus Kroatien sagte dem Sender, dass in Kroatien Fachleute fehlten. Zudem werde kulturell davon ausgegangen, dass eine Frau, wenn sie Mutter werden möchte, Schmerzen ertragen könne. Gesundheitsminister Milan Kujundzic wies die Berichte laut BBC als erfunden zurück.