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StartseiteVerbrauchertippLebensmittel richtig und sicher lagern16.07.2018

KühlschrankLebensmittel richtig und sicher lagern

Nicht jedes Kühlschrankfach eignet sich für alle Lebensmittel, manches Obst und Gemüse sollte auch bei sommerlichen Temperaturen nicht in die Kühlung. Für Käse und Milch gibt es andere Tipps als für Fleisch und Gemüse. Und in Alufolie sollte nichts mehr eingewickelt werden.

Von Margret Bielenberg

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Ein Kühlschrank voll mit Lebensmitteln (dpa/picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand)
Für jedes Lebensmittel gibt es einen präferierten Platz im Kühlschrank. (dpa/picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand)
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Michael ist Hobbykoch, zumindest am Wochenende und vor allem dann, wenn es um Fleisch geht. Gerade holt der Ingenieur ein Hähnchen aus dem Kühlschrank, das auf den Grill soll.

"Im Kühlschrank sind die unteren Fächer kälter als die oberen Fächer und von daher lagere ich zum Beispiel Fleisch oder Geflügel, Fisch in den unteren Bereichen. Getränke auch im unteren Bereich. Das ist aber Geschmacksache."

Leicht verderbliche Waren ganz nach unten

Tatsächlich sollten solch leicht verderbliche Waren ganz nach unten, direkt über das Gemüsefach. Das gilt beispielsweise auch für Wurst, empfiehlt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Dort ist es nämlich am Kältesten.

"Dann kommt die mittlere Zone, die ist sehr gut geeignet für Käse, Sahne, Frischmilch, Joghurt oder Quark, die ist so mittelwarm."

Wurst luftdicht verschließen, Käse luftiger lagern

Sollen Lebensmittel länger frisch bleiben, müssen sie im Kühlschrank immer gut abgedeckt stehen. Am besten sind wiederverwendbare Vorratsdosen. Für Wurst sollten diese am besten luftdicht verschließen - für Käse dagegen besser mit leichter Öffnung ausgestattet sein, sagt die Ernährungswissenschaftlerin. Man kann einen Wurstteller aber auch beispielsweise mit einem anderen Teller abdecken oder Frischhaltefolie verwenden, wenn nichts Wiederverwendbares zur Hand ist. Aluminiumfolie ist dafür nicht zu empfehlen.

Besser nichts in Alufolie einwickeln

"Dann kann sich bei salzigen oder sauren Lebensmitteln das Alu aus der Folie lösen und in die Lebensmittel übergehen, zum Beispiel wenn man einen Fisch hat, den man schon etwas gesalzen hat. Oder man kauft einen Matjes und wickelt den in Alufolie ein. Oder man nimmt Schinken. Dann kann halt Aluminium übergehen und das ist gesundheitlich voraussichtlich nicht unbedenklich. Da wird gerade geforscht und es wird nicht mehr empfohlen."

In das obere Fach des Kühlschranks gehören vor allem Lebensmittel, die nicht so schnell verderblich sind.

"Das ist das Wärmste und da kann man zum Beispiel Marmelade lagern, bereits gebratenes Fleisch, gegarte Gerichte. Frischkäse oder original verpackten Käse."

Gemüse und Obst raus aus der Plastikverpackung

Gemüse wie Kohl, Mohrrüben, Pilze oder Blattsalate gehören in das Obst- und Gemüsefach ganz unten. Ist es in Plastik eingepackt, sollte man es so nur kurzzeitig aufbewahren.

"Wenn man es länger lagern will, dann wäre das gut, das in ein Handtuch einzuschlagen, die Plastikfolie zu lösen, weil das da drin auch schimmeln kann."

Milch nicht in die Kühlschranktür stellen

Der Kühlschrank sollte auf keinen Fall wärmer als acht Grad eingestellt sein, sagt Silke Schwartau. Sind vor allem leicht verderbliche Lebensmittel enthalten, kann die Temperatur auch kühler sein. Viel Platz zum Hinstellen bietet die Kühlschranktür - zum Beispiel für Soßen, Ketchup, Dressings oder angebrochene Getränke. Für Milch kann sie auch zu warm sein.

"Wenn man sonst keine Möglichkeiten hat, weil einige Kühlschränke bieten nicht die Möglichkeit, eine Milchtüte aufrechtzustellen, dann ist auch die Tür richtig. Hat man aber die Möglichkeit, die Milchtüte aufrecht zu stellen, dann kann auch ein anderer Bereich im Kühlschrank besser sein, weil es da einfach kälter ist und nicht bei jedem Aufmachen Wärme reinkommt."

Tomaten, Gurken, Paprika nicht in den Kühlschrank

Manche Lebensmittel gehören übrigens nicht in den Kühlschrank: Vor allem Tomaten, Gurken und Paprika, aber auch tropische Früchte wie Ananas, Mango, Zitronen oder Bananen, denn sie verlieren an Aroma und können vorzeitig verderben.

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