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Künstliche BefruchtungForscher erzeugen Embryos von fast ausgestorbenem Nördlichen Breitmaulnashorn

Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn "Sudan", aufgenommen am 28.4.2016 in Kenia (imago / Xinhua)
"Sudan" hieß das letzt männliche Exemplar des Nördlichen Breitmaulnashorns. Es starb 2016. (imago / Xinhua)

Die Hoffnung wächst, dass das fast ausgestorbene Nördliche Breitmaulnashorn doch noch gerettet werden könnte.

Denn Forschende haben es jetzt geschafft, durch künstliche Befruchtung zwei Embryos zu erzeugen. Das ist im Moment die letzte Möglichkeit dafür, dass überhaupt noch Jungtiere der Unterart geboren werden können.

Die Erzeugungsgeschichte der Embryos ist etwas kompliziert: In Kenia haben Forschende den zwei letzten lebenden Nördlichen Breitmaulnashorn-Kühen Eizellen entnommen und nach Italien in ein Labor gebracht. Befruchtet wurden die Eizellen dann mit Sperma von inzwischen gestorbenen Bullen.

Jetzt werden die Embryos in flüssigem Stickstoff gelagert, damit sie später einer Leihmutter eingepflanzt werden können. Das wird wahrscheinlich eine Nashorn-Kuh der verwandten Unterart sein, also vom Südlichen Breitmaulnashorn.

Parallel zur künstlichen Befruchtung arbeiten Forschende auch an Stammzelltechniken zur Erhaltung des Nördlichen Breitmaulnashorns. Dabei wollen sie aus erhaltenen Nashorn-Körperzellen Spermien und Eizellen züchten. Denn nur so könnte eine genetische Vielfalt hergestellt werden, die groß genug wäre für den Aufbau einer neuen Population.