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StartseiteMikrokosmos - Die KulturreportageMit den Muskeln musizieren20.09.2019

Kulturelle Vielfalt und Inklusion (3/3)Mit den Muskeln musizieren

Mit einer Software Bewegungen hörbar machen: Diese Idee ist nicht nur kreativ, sondern hilft auch Menschen mit und ohne motorischen Einschränkungen, ihre Leidenschaft für Musik auf neue Weise auszuleben. Den Einfall dazu hatte der US-amerikanische Choreograf und Tänzer Robert Wechsler.

Von Maria Antonia Schmidt

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Robert Wechsler und Maria Hanke musizieren mit Hilfe der Software MotionComposer durch tänzerische Bewegungen im Duett (Maria Antonia Schmidt)
Mit dem MotionComposer kann jeder auch ohne Instrument Musik machen (Maria Antonia Schmidt)

Die Software MotionComposer macht Bewegungen hörbar. Dafür braucht es gute Kameras, einen 3D-Sensor und einen Computer. Eine langsame Armbewegung in die Höhe lässt die Töne einer Harfe erklingen. Ein Zwinkern wird in kurzes Vogelgezwitscher übersetzt. Die Kameras registrieren bereits kleinste Bewegungen, wie eine Mundzuckung, sodass auch Menschen, die sich kaum bewegen können, zu Musikern werden.

Der amerikanische Choreograf und zeitgenössische Tänzer Robert Wechsler hat den MotionComposer 2011 erfunden. Gemeinsam mit seinem sechsköpfigen Team und zahlreichen internationalen Komponisten entwickelt er das System - und arbeitet noch immer an dessen Verbesserung. Der MotionComposer 3.0 befindet sich derzeit im finalen Entwicklungsabschnitt und soll noch Ende 2019 fertig gestellt werden.

Maria Antonia Schmidt begleitet diese Phase und einen Workshop, bei dem der MotionComposer zum Einsatz kommt. Dabei lernt sie: Die Software ist nicht nur Spielerei, sondern auch Therapiebegleiter.

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