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StartseiteCorso"Dieser Konflikt trennt auch Künstler" 21.12.2017

Kulturszene in Katalonien"Dieser Konflikt trennt auch Künstler"

Beim umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien haben sich rund 2.000 spanische Künstler gegen die Abspaltung positioniert. Auch vor der heutigen Regionalwahl haben sich viele von ihnen wieder politisch engagiert – und sie sind dabei genauso gespalten wie die gesamte Bevölkerung.

Christian Schiffer im Interview mit Sören Brinkmann

Ein Unterstützer der Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens hält am 16.09.2017 in Barcelona (Spanien) vier Finger als Zeichen für die vier Balken der Estelada-Flagge (der offiziellen Flagge der autonomen spanischen Region Katalonien) hoch, um gegen eine Entscheidung des Verfassungsgerichts zu protestieren, welches die von der Regionalregierung von Carles Puigdemont für den 01.10.2017 ausgerufene Volksbefragung untersagte.  (dpa / picture alliance / Emilio Morenatti)
Eine Abstimmung, die spaltet: Auch bei der Regionalwahl prallen das Pro- und Kontralager in der Frage der Unabhängigkeit Kataloniens aufeinander (dpa / picture alliance / Emilio Morenatti)
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Wenn heute Abend die ersten Ergebnisse der Wahl in Katalonien bekannt werden, dann blicken viele in ganz Europa mit Spannung nach Katalonien. Eine Regionalwahl, die so viel Aufmerksamkeit bekommt, gab es selten - wenn überhaupt. Es wird ein knappes Ergebnis erwartet und keine eindeutige Mehrheit für eine Partei. Denn die Gesellschaft ist gespalten bei der Frage: Ja zu Spanien oder Ja zur Unabhängigkeit?

Debatte ohne Grautöne

Und das trifft so auch auf die Kunstszene zu. "Grautöne sind in der Debatte um Katalonien kaum noch möglich zu artikulieren", sagte Reporter Christian Schiffer im Dlf. Die Künstler hätten sich immer positioniert - in beide Richtungen, pro oder kontra Unabhängigkeit.

"Es ist eine neue Stimmung in Barcelona. Aber die hat nicht am 1. Oktober begonnen, sondern es ist ein Prozess über die letzten Jahre gewesen", schätzt Schiffer ein. Grund seinen die Wirtschaftskrise und das Scheitern des zweiten Autonomiestatuts für die Region.

 

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