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StartseiteKultur heute„Wir verlieren am Tag 10.000 Euro“26.12.2020

Kunstmuseen in der Corona-Pandemie„Wir verlieren am Tag 10.000 Euro“

Supermärkte offen, Museen geschlossen und das obwohl es für diese Häuser ausgeklügelte Schutzkonzepte gibt. Noch seien die wirtschaftlichen Folgen nicht absehbar, sagte der Leiter des Düsseldorfer Kunstpalastes, Felix Krämer, im DLF. Aber ein einfach weiter so, werde nach der Pandemie nicht möglich sein.

Felix Krämer im Gespräch mit Anja Reinhardt

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Das Foto zeigt das Museum Kunstpalast in Düsseldorf. (picture alliance / dpa / Roland Weihrauch)
Der Kunstpalast in Düsseldorf. (picture alliance / dpa / Roland Weihrauch)
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Museen haben, seit sie pandemiebedingt im November wieder schließen mussten, nicht nur Einnahmeverluste beim Verkauf von Tickets und Katalogen. In ihren Räumlichkeiten können auch keine Konzerte, Lesungen und sonstige Veranstaltungen mehr stattfinden. Der Kunstpalast in Düsseldorf habe zwar Anträge gestellt, aber bisher noch keine finanzielle Unterstützung bekommen, sagt Museumsdirektor Felix Krämer. Das habe auch damit zu tun, dass nach den Vorgaben der "Frühjahrs-Finanzpakete" das Budget des Museums zu groß sei.

Defizite könnten selbst die Stiftung gefährden

Die Hilfen seien zunächst an die kleineren Häuser gegangen, weil man gedacht habe, diese gerieten eher ins Schlingern. Aber natürlich sind auch die größeren Museen betroffen, meint Krämer. Eigentlich sei der Haushalt des Kunstpalastes in diesem Jahr ausgewogen gewesen und aufgrund der städtischen Stiftung sei man jetzt noch nicht existentiell bedroht, laufe aber dennoch massiv ins Minus. Man habe das einmal durchgerechnet, sagt Felix Krämer:

"Wir können das ziemlich genau beziffern, wir verlieren am Tag 10.000 Euro. Und wenn man das in Relation zu Sponsoring-Einnahmen setzt und wie sehr man sich freut, wenn man ein Sponsoring über 10.000, 20.000 oder 30.000 Euro bekommt, dann zeigt das schon die Dramatik."

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Ein Museum sei ein Wirtschaftsunternehmen, das viele kreative Köpfe beschäftige, die jedoch nicht alle festangestellt seien. Man könne die Defizite vielleicht in künftigen Jahren ausgleichen, wenn diese jedoch in die Millionen gingen, sei auch die Stiftung gefährdet.Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalastes, eröffnet die Ausstellung zu Fotografinnen an der Front am 07.03.2019 (imago / Oliver Langel)Der Kunsthistoriker und Kurator Felix Krämer ist seit 2017 Generaldirektor und Künstlerischer Leiter der Stiftung Museum Kunstpalast in Düssseldorf (imago / Oliver Langel)

Eine Ausstellung unter dem Titel "Kunst in Zeiten des Zorns" konnte vor der zweiten Schließung noch für gerade vier Tage gezeigt werden. Eigentlich sollte sie bis zum 10. Januar laufen. Er gehe nicht davon aus, dass Museen bereits Mitte Januar wieder öffnen dürfen, sodass auch eine zweiwöchige Verlängerung nichts bringe, so Krämer.

"Die Folgen der Schließung sind noch nicht ganz absehbar. Aber die Vorstellung, man kann den Stecker ziehen und es geht dann einfach weiter, das wird nicht der Fall sein."

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