Die Nachrichten
Die Nachrichten

KunstturnenOffener Brief von Trainerin Frehse an Sportausschuss-Mitglieder

Frehse in einem Trainingsanzug mit den deutschen Farben blickt ernst. Sie hat die Hände in die Hüften gestützt. (Catalin Soare/dpa)
Gabi Frehse (Archivbild) (Catalin Soare/dpa)

Zwei Tage vor der Sitzung des Bundestagssportausschusses hat die freigestellte Kunstturn-Trainerin Gabi Frehse in einem Offenen Brief um Entschuldigung gebeten.

Es sei nie ihre Absicht, mit den Sportlerinnen in einer Weise zu kommunizieren, welche diese als "psychische Misshandlung" hätten wahrnehmen können. Wenn einzelne der Turnerinnen das dennoch so wahrgenommen hätten, tue ihr das aufrichtig leid und bitte die entsprechenden Personen um Entschuldigung.

Frehse ist derzeit suspendiert. Die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer sowie weitere frühere Sportlerinnen hatten Frehse vorgeworfen, sie im Training schikaniert, Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben. Frehse hat die Vorwürfe mehrfach bestritten.

Die Vorsitzendes Sportausschusses, Dagmar Freitag, bestätigte, dass der Brief in ihrem Büro eingegangen und anschließend den anderen Mitgliedern des Gremiums zur Kenntnis gegeben worden sei.

Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, informierte Frehes in ihrem Brief die Mitglieder des Sportausschusses auch darüber, dass es sich bei den jüngsten Vorwürfen "keineswegs um vollständig neue Vorwürfe" handele.

Bereits 2018 hätte es dazu Untersuchungen gegeben, in deren Folge sie vom Olympiastützpunkt Sachsen als ihrem Arbeitgeber abgemahnt worden sei.

Diese Nachricht wurde am 23.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.