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StartseiteMusikjournal"Eine größtenteils spannungslose Inszenierung"09.09.2019

"La forza del destino" in Berlin"Eine größtenteils spannungslose Inszenierung"

Unter der Regie von Frank Castorf hatte Verdis "Macht des Schicksals" an der Deutschen Oper in Berlin Premiere. Castorf ist bekannt für seine skandalösen Inszenierungen - und auch bei dieser Opernpremiere gab es eine Mischung aus Buh und Bravo.

Uwe Friedrich im Gespräch mit Marie König

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Zu sehen ist eine große Leinwand, auf die ein Mann projiziert wird, ein Chor, eine Treppe und eine überdimensionierte Nachbildung eines Offiziers, der durch eine Kamera blickt. Im Hintergrund befindet sich ein Gebäude mit der Aufschrift "La Cinematografie". (Copyright: Thomas Aurin)
"La forza del destino" von Giuseppe Verdi, Regie: Frank Castorf, Premiere am 8.9.2019. (Copyright: Thomas Aurin)
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Der frühere Intendant der Berliner Volksbühne, Frank Castorf, hat zum ersten Mal in Berlin eine Oper inszeniert. Dlf-Kritiker Uwe Friedrich war bei der Premiere von "La forza del destino" dabei. Castorf habe die Erzählstrukturen, die man bisher aus seinen Stücken an der Berliner Volksbühne kenne, auf das Musiktheater angewandt - und das sei nicht aufgegangen, meint Friedrich. Die heterogene Struktur der Oper habe Castorf nicht in einen großen Bogen fassen können - die Inszenierung sei größtenteils spannungslos gewesen.

Zu sehen ist ein Militärtransporter. Vor diesem sitzen zwei Männer auf dem Boden. (Copyright: Thomas Aurin)"La forza del destino" von Giuseppe Verdi, Regie: Frank Castorf, Premiere am 8.9.2019 (Copyright: Thomas Aurin)

Aufregung bei der Premiere

Lediglich gegen Ende habe sich die Stimmung aufgeheizt, allerdings im Publikum. Als Sprechtexte von Schauspielern vorgetragen wurden, gab es Buh-Rufe – und Gegenrede. Fans von Castorf aus der Volksbühne und das eingefleischte Opernpublikum hätten sich beschimpft. 

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