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StartseiteVerbrauchertippAuf die richtige Lagerung kommt es an30.07.2019

Lebensmittel im SommerAuf die richtige Lagerung kommt es an

Schimmeliges Brot, matschiges Obst, angegammelter Fisch: Bei hohen Temperaturen werden Lebensmittel schnell schlecht. Um das und unnötiges Wegwerfen zu vermeiden, sollte man bereits beim Einkauf, aber auch beim Einräumen des Kühlschrankes einiges beachten.

Von Susanne Kuhlmann

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Blick in einen offenen, gut gefüllten Kühlschrank (dpa/picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand)
Neu gekaufte Lebensmittel gehören im Kühlschrank immer nach hinten (dpa/picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand)
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Unmittelbar über dem Gemüsefach ist es in einem herkömmlichen Kühlschrank am kältesten. Ernährungswissenschaftlerin Monika Vogelpohl von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen:

"Dort gehören das Fleisch, die Wurst und der Fisch hin."

Nach oben hin steigt die Temperatur.

"In die Mitte kommen Käse und Milchprodukte. Und der obere Teil ist für zubereitete Speisen, also alles, was man mal gekocht hat oder angerichtet hat, und in die Tür gehören Butter und Eier."

Ein Mehrzonen-Kühlschrank dagegen hat Fächer mit getrennt einstellbaren Temperaturen und unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit. In das feuchte Fach "kommen am besten Gemüse, Salat und Obst rein. Beim trockenen Fach - das hat nur eine Luftfeuchtigkeit von ungefähr 50 Prozent - da rein kommen Fleisch, Wurst, Fisch und Milchprodukte."

Brot bei Hitze im Kühlschrank aufbewahren

In jedem Fall gilt: Alles frisch Eingekaufte nach hinten räumen und den älteren Joghurt oder Käse griffbereit nach vorne stellen. Wenn es sehr warm wird, ist übrigens auch das Brot vorübergehend im Kühlschrank besser aufgehoben als im Brotbehälter, wo Schimmelgefahr droht. Nicht in den Kühlschrank gehören allerdings Tomaten, Gurken, Bananen und Kartoffeln. Sie verlieren ihr Aroma beziehungsweise werden matschig.

Nur kaufen, was nötig ist

Nicht mehr besorgen, als in den nächsten zwei, drei Tagen gegessen wird - Einkaufsplanung ist an warmen Tagen noch wichtiger als sonst, damit Lebensmittel nicht verderben.

"Ist man gut organisiert, dann ist es günstig, einen Einkaufszettel zu schreiben und nur das zu kaufen, was drauf steht. Ein ganz guter Tipp ist, egal ob man organisiert ist oder zu den Spontanen gehört: nicht hungrig einkaufen gehen."

Verbrauchsdatum ernstnehmen

Bleibt die Sahne trotzdem ein paar Tage länger unangetastet im Kühlschrank, muss sie nicht weggeworfen werden, nur weil das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist. Lieber erst mal anschauen, riechen und schmecken - fast immer ist alles problemlos mehrere Tage länger völlig in Ordnung.

Anders ist das aber mit dem Verbrauchsdatum für empfindliche Lebensmittel wie Hähnchenfleisch, Fisch oder vorgeschnittene Salate. Das ist ernstzunehmen, damit das Essen nicht krank macht. Die Alternative: Garen, bevor das Verbrauchsdatum überschritten wird. Das schlägt Elke Wieczorek vom Netzwerk Haushalt vor.

"Wenn ich da zu viel gekauft habe, zum Beispiel Hackfleisch, dann brate ich das an, mache eine Art Hackfleischsoße daraus. Die kann ich entweder nochmal ein, zwei Tage aufbewahren oder einfrieren."

Ähnliche Rezepte gegen Lebensmittelverschwendung bieten sich auch für Obst an, zum Beispiel für die vielen Beeren, die jetzt reif sind.

"Bei Obst kann man zum Beispiel eine Rote Grütze machen, wenn jetzt die Saison ist, und es gibt sehr viel auf dem Markt. Und dann portionsweise einfrieren. Das funktioniert wunderbar."

Reste verwerten

Reste von gekochten Mahlzeiten sind auch viel zu schade zum Wegwerfen. Suppe, Gemüse oder Nudeln können ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, sagt Monika Vogelpohl von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

"Gut eignen sich dafür Gläser oder Kunststoffdosen. So sind die Reste einige Tage im Kühlschrank haltbar. Oder, wenn man ein Gefrierfach hat, lassen sich die Reste prima einfrieren."

So oder so: Übriggebliebenes ist eine Basis für die einfallsreiche Resteküche.

"Für Reste bietet das Internet wirklich kreative Rezepte - oder man kann sich eine App runterladen und sich entsprechende Rezepte anschauen."

 

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