Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

LebensmittelWWF kritisiert mangelnde Nachhaltigkeit bei Speiseeis

Daniele Da Forno füllt in seinem Eiscafé in Düsseldorf Eiskugeln in Hörnchen. (AP)
Die WWF kritisiert, dass Nachhaltigkeit bei Eiscreme nicht vorhanden sei. (Symolbild) (AP)

Deutsche Speiseeis-Produzenten erfüllen kaum ökologische Anforderungen.

Bei vielen Fetten werde kaum auf Nachhaltigkeit geachtet, kritisierte Ilka Petersen von der Umweltorganisation WWF im Deutschlandfunk (Audio-Link). Demnach gebe es beim Palmöl zwar auf Druck der Verbraucher Fortschritte. Dafür werde nun Kokosfett oft ohne Zertifizierung gekauft und Raps- und Sonnenblumenöl würden aus Übersee importiert.

Dem WWF zufolge bedroht der Anbau von Kokospalmen auch die Artenvielfalt - und zwar in einem noch höheren Maße als Palmöl. Um einen Stopp der Regenwaldrodungen zu erwirken, fordert die Organisation daher ein Lieferkettengesetz. Dieses sollte Unternehmen dazu verpflichten, Umweltstandards und Menschenrechte in ihren Produktionsketten zu achten. Nach Aussagen des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie ist hierbei jedoch ein europäischer Standard nötig und nicht ein nationales Gesetz.

Petersen wies darauf hin, dass Konsumenten etwas an der Situation ändern könnten, indem sie kleine Eisdielen unterstützten und dort auch nachfragten, was für Produkte und Rohstoffe sie nutzten. 2019 wurden 557 Millionen Liter Eis in Deutschland konsumiert – das sind 8,3 Liter pro Kopf.