Donnerstag, 19.09.2019
 
Seit 21:05 Uhr JazzFacts
StartseiteVerbrauchertippTipps für selbstgemachtes Eis25.07.2019

Leckere AbkühlungTipps für selbstgemachtes Eis

Ob Sahne, Softeis oder vegan: Eis ist lecker und lässt sich zuhause relativ einfach selbst herstellen. Eismaschinen sind dabei ein nützlicher Helfer. Allerdings sollte man bei der Wahl der Maschine, aber auch bei der Verwendung der Eiszutaten einiges beachten.

Von Stefan Römermann

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Herstellung von Johannisbeereis mit einer Eismaschine (imago stock&people)
Fruchteis ist lecker und schnell selbstgemacht (imago stock&people)
Mehr zum Thema

Eiscreme selber machen Süßer Genuss mit großer Geschmacksvielfalt

Sommer, Sonne, Eiscreme Tutti Frutti

Eis machen kann ganz einfach sein: Für leckeres Eis am Stiel finden sich die passenden Zutaten oft sogar schon in der Küche.

"Nehmen wir einfach mal ein Beispiel: Ein bisschen Jogurt im Kühlschrank… Das kann man einfach noch ein bisschen süßen nach Geschmack. Vielleicht ein paar Beeren unterrühren. Und dann in die Form und einfrieren."

Erklärt Yüksel Saier, die in München mehrere Eisdielen betreibt und gerade erst ein Buch mit vielen Rezepten zum Eis-Selbermachen veröffentlich hat.

Passende Stieleis-Förmchen gibt es für ein paar Euro zu kaufen. Notfalls reichen aber auch Plastikbecher, in deren Mitte man dann einen Holzstiel steckt.

Wer richtige Eiscreme machen möchte, der sollte eine Eismaschine benutzen, sagt Expertin Saier.

"Die kühlt erst einmal die Masse runter, friert es dann. Und beim Frieren wird vom Rand immer wieder mit einem Schaber das gefrorene Eis abgeschabt und ein bisschen Luft untergemischt. Und dann kommt auch die Cremigkeit."

Bei den Eismaschinen gibt es zwei Arten: Geräte mit einem eigenen Kühlkompressor und Geräte mit einem Kühlakku. Dabei muss dann häufig die gesamte Rührschüssel mit dem eingebauten Kühlakku für 12 oder gar 24 Stunden in den Tiefkühler, erzählt Robert Kneschke, der das Blog Eis-machen.de betreibt.

"Wer gerne Eis isst, im Idealfall auch noch Kinder hat, die das dann sofort wegfuttern, für den würde ich schon eine Maschine mit Kompressor empfehlen, weil die kleinen Geräte auch nicht mehr so teuer sind."

Gute Kompressor-Eismaschinen gebe es ab 150 EUR – und sie sind in der Bedienung vergleichsweise komfortabel.

Schwachstelle Kühlakku

Einfachere Kühl-Akku-Geräte gibt es hingegen manchmal schon für unter 20 Euro im Discounter zu kaufen. Und auch mit ihnen lässt sich leckeres Eis machen – wenn man ein paar Dinge beachtet. Die größte Schwachstelle der Geräte ist ihr Kühlakku: Der kann gerade bei sommerlichen Raumtemperaturen schnell wieder warm werden, warnt Eis-Experte Kneschke.

"Das heißt, er muss wirklich lange genug vorgekühlt werden. Die Eismaschine sollte möglichst kühl betrieben werden."

Im Hochsommer ist es deshalb sinnvoll, die Eismaschine früh morgens in einem möglichst kühlen Raum zu starten. Die Eismasse rührt man dann schon am Vorabend an und stellt sie über Nacht ein paar Stunden in den Kühlschrank. Erst wenn die Masse wirklich kalt ist, kommt sie schließlich für 30 bis 40 Minuten in die Eismaschine. Richtig fest wird das Eis dort aber trotzdem nicht. Deshalb muss es nach dem Rühren nochmal für 3 bis 4 Stunden in den Tiefkühler.

"Das ist ganz normal, dass es eher so eine Softeis-Konsistenz hat, wenn es aus der Maschine kommt. Und erst danach, nach dem weiteren Gefrieren hat es dann die festere Konsistenz, die man gewöhnlicher Weise kennt."

Unbedingt auf die Hygiene achten

Beim Anrühren der Eismasse sollte man außerdem unbedingt auf die Hygiene achten. Besondere Vorsicht gilt, wenn im ausgewählten Rezept zur Andickung der Eismasse Eier benutzt werden, warnt Ernährungsexpertin Julia Müller von der Verbraucherzentrale Thüringen.

"Die können ja auf der Oberfläche, auf der Schale Salmonellen tragen, die dann wenn man das Ei aufschlägt ins Innere gelangen und damit auch ins Lebensmittel, beispielsweise in das Eis. Und die können sich natürlich auch dort vermehren."

Deshalb sollten für Eis möglichst frische Eier benutzt werden. Außerdem sollte die Grundmasse unbedingt so lange wie im Rezept beschrieben erhitzt und damit pasteurisiert werden. Dadurch werden die Keime abgetötet – und das selbst gemachte Eis kann bedenkenlos genossen werden.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk